Fasanlwirt – der vierte Wirt in der Ungargasse hört auf!

der Fasanlwirt

Jetzt ist es so weit, der Fasanlwirt hat für immer geschlossen. Als Namensgeber der Fasangasse war das ursprüngliche Bierhaus schon zu Metternichs Zeiten ein Begriff, und auch Ludwig van Beethoven wird auf seinem Heimweg in die Ungargasse oder Landstraße eventuell einen Humpen gehoben haben.

Der  Fasanlwirt

Laut der Webseite, war diese Gaststätte ein alt-wiener Gasthaus, das seit de, 18 Jahrhundert besteht und zu den fünf besten Gulaschwirten von Wien zählte. In unserem Verzeichnis der Straßennamen finden wir bei der Fasangasse folgenden Eintrag: „Fasangasse – Benannt nach einem schon vor 1795 bestandenen Bierhaus Zum Fasan, heute Fasanlwirt (Nr. 2).“

Auf Rete.at wird der Fasanlwirt vom User adn1966 so beschrieben:

„Der Fasanlwirt ist wohl am besten als typisches Wiener Gasthaus zu beschreiben, man betritt das Lokal und ist in einem großzügig angelegten Gastraum (Raucherbereich) mit einer opulenten Schank. Einen Nichtraucherbereich gibt’s auch, den ich allerdings nicht in Augenschein genommen habe. Das Lokal wird von viel dunklem Holz dominiert, auch an der Decke, der Boden ist verfliest. Die Tische sind nett mit Stoff gedeckt, alles ein bisschen rustikal und auch ein wenig 70er. Irgendwie wird man den Eindruck nicht los, das Lokal hätte seine beste Zeit schon hinter sich, er ist zu modern eingerichtet, um ganz klassisch Wiener Wirtshaus zu sein, in Wien gibt es mittlerweile ja viele Lokale, die das ursprüngliche, alte Wirtshaus mit neuem Leben wieder auferstehen haben lassen, und zu alt und hausbacken, um als schickes und modernes Gasthaus durchzugehen…

Nun mit dem Fasanlwirt schließt nun innerhalb kurzer Zeit das vierte Lokal und wenn die Politik, Wirtschaft und Konsumenten so weitermachen, werden noch viele Wirten bei uns zusperren. In Diesem Fall wissen wir leider auch schon den Nachfolger, nämlich das „Backwerk“. Eine Art von Systemgastronomie im Billigst-Sektor. 

 

3 Gedanken zu „Fasanlwirt – der vierte Wirt in der Ungargasse hört auf!“

  1. Ich empfehle allen, die die Schliessung der alten Wirtshäuser bejammern und betrauern, auch wirklich zumindest einmal in der Woche ein solches zu besuchen! Darf auch öfter sein…

    1. Im Zeitalter wo die Gehälter an Kaufkraft verlieren alteingesessene Qualitäts Geschäfte zusperren,darf sich keiner wundern wenn die Wirte mit sterben. Dafür blühen die ” Faastfood” Buden mit Pizza,Noodles und Döner. Die Anpassung an die amerikanische Lebensart hat nicht nur im Sprachgebrauch Fuß gefasst. Dieser Trend betrifft nicht nur Wien in den Dörfern ist das Wirtshaus streben noch ärger . Wer mit seinem Smartphon lebt braucht keinen direkten Kontakt mehr,dafür hat man ja seine 5000 Freunde auf Facebook nur beim Begräbnis sieht der Verstorbene leider nicht mehr was im Leben zählt.

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