Feuerbrunst im Dritten

kuriositätenlexiconAm 24 Juni 1759 war die letzte große Feuersbrunst die mit jener unter Ottokar und Friedrich dem Schönen verglichen werden kann und die einzige bedeutende ist von welcher die Vorstädte heimgesucht wurden.

fürstlich Schwarzenbergischen Gebäudes am Glacis. Altkolorierter Kupferstich aus Geisler-Ansichten-Sammlung der berühmtesten Palläste, Gebäude und der schönsten Gegenden von und um Wien-Wien 1812Im großen Starhembergschen Freihaus auf der Wieden entstanden, fraß sie dasselbe bis auf den Grund und mehrere Häuser gegenüber. Der Sturmwind trug die Flammen gegen den Schwarzenbergschen Garten, welche die dortigen großen Palläste so schnell verzehrten, daß nicht einmal alle Pferde und Maultiere, viel weniger von den bedeutenden Vorräten gerettet werden konnte.

Sie drang von hier, den Rennweg hinauf in die Grasgasse, in die Ungargasse auf die Landstraße und vertilgte von Erdberg 32 Häuser bis gegen die Donau hinab. Der wütende Brand dauerte zwei Tage und die Nacht dazwischen und hatte ganz Wien zittern gemacht.
genseweide02Aus dem Buch „Curiositäten- und Memorabilien-Lexicon von Wien“
ein belehrendes und unterhaltendes Nachschlag- und Lesebuch in anekdotischer, artistischer, biographischer, geschichtlicher, legendarischer, pittoresker, romantischer u. topographischer Beziehung, Band 1, von Gerhard Robert Walter von Coeckelberghe-Dützele, Anton Köhler

Wien, im Jahre 1846 – 528 Seiten

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