Strassennamen 1030

Straßennamen und ihre Bedeutung – oder warum Gassen, Straßen und Plätze so heißen wie sie heißen.

Prof. Karl Ziak
Prof. Karl Ziak

“So ist hier wie andernorts
aus den Straßennamen unserer Stadt
Lokal- und Zeitgeschichte zu lernen.”

 

 

Im 3. Bezirk gibt es über 230 Straßen und Gassen. Dazu kommt noch eine nicht geringe Anzahl von Plätzen und Parks – und alle haben Namen, deren Herkunft bzw. Bedeutung hier kurz erklärt werden soll. Vorerst finden Sie hier nur eine Auswahl. Im Laufe der Zeit werden die anderen Örtlichkeiten Stück für Stück eingegeben.

Sollte genau “Ihre” Gasse fehlen, dann mailen Sie uns bitte, damit diese Gasse hier in Kürze eingetragen wird.

Strassennamen 1030

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A /nach oben

Strassennamen  im Dritten - Die Adamsgasse
Strassennamen im Dritten, wie hier die Adamsgasse

Adamsgasse (Einbahn)
Benennung 1862 nach dem Fleischhacker Johann Adams ( um 1756, Hausbesitzer „Zur goldenen Weintraube“, Weißgerbervorstadt 22 = Obere Weißgerberstraße 20).
Die im Volksmund geläufige Bezeichnung für die seit 1860 verbaute Gasse wurde 1862 offiziell anerkannt. Sie reichte ursprünglich bis zur Custozzagasse, später bis zur Hetzgasse.

 


Adolf-Blamauer-Gasse
Adolf-Albin-Blamauerseit 1936, nach Adolf Blamauer (1847–1923), einem Aquarellmaler und Mitgründer des Österreichischen Touristenklubs

 

 

 


Alfred DallingerAlfred-Dallinger-Platz
seit September 2005, nach Alfred dallinger (7.11.1926, Wien – 23.2.1989, Bodensee (Flugzeugabsturz)). Alfred Dallinger war gelernter Drogist. 1948 wurde er Jugendsekretär der Gewerkschaft der Privatangestellten, 1966 deren Geschäftsführer-Stellvertreter und Zentralsekretär, und 1974 Vorsitzender und Geschäftsführer der GPA.


alma-mahler-werfelAlma-Mahler-Werfel-Park
seit 2008; im Bereich Barmherzigengasse / Juchgasse / Landstraßer Hauptstraße; nach Alma Mahler-Werfel (31. August 1879 bis 11. Dezember 1964); Schriftstellerin

 


am-heumarkt-3
Am Heumarkt Nr3

Am Heumarkt
Als Heugries erstmals 1418 genannt, wo wöchentlich zahlreiche Heufuhren zum Verkauf des Viehfutters einlangten.
Benennung 1862.

  • Nr. 1: Hauptmünzamt, 1835/37 von Paul Sprenger, Figuren von Klieber;
  • Nr. 2: „Stadtgarten-Direktionsgebäude“, 1907 von Otto Wagner;

das gebäude am heumarkt 2b – ehemals als Stadtgartenamt erbaut, wurde nicht wie oft fälschlich erwähnt von Otto Wagner, sondern von 1907 von Josef Bittner geplant und errichtet.  (Ergänzung: die angrenzende ehemalige Stadtbahnstation – heute U4 ist von Otto Wagner, das angrenzende Eingangsportal zum Stadtpark von Josef Olbrich)

  • Nr 3-3A (=Reisnerstr.1): Biedermeiermiethauskomplex 1828/29 von Joseph Klee, Wohnhaus von Vuk Stefanovis Karadzic (WissenschafterIn);
  • Nr. 4 (=Johannesg. 28): Hotel Intercontinental-Wien erbaut 1961 bis 1964 nach Plänen von Carl Appel und Walter Jaksch;
  • Nr. 5 (=Reisnerstr.2): Biedermeiermiethaus 1826 von Joseph Klee;
  • Nr. 6 (=Lothringerstraße 20): Konzerthaus 1912/13 von Ferdinand Fellner, Hermann Helmer;
  • Nr. 7 (Beatrixg. 26) 1826: Gedenktafel: Wohnhaus von Franz Conrad v. Hötzendorf, Generalstabchef im Ersten Weltkrieg, Richard Heuberger (KomponistIn);
  • Nr. 8 (=Lisztstr.1): Akademietheater 1911-14 von Ludwig Baumann, Ferdinand Fellner, Hermann Helmer;
  • Nr. 9: Wohnhaus von Anton Diabelli (Komponist), Peter Wehle (SchriftstellerIn), Eduard Sander (Maler und/oder Zeichner);
  • Nr. 11: Joseph Lanner (Komponist);
  • Nr. 13 (=Beatrixg.32): vormals Gasthof „Gold. Löwe“, Gedenktafel: Gründung Wiener Männergesangverein 1843; Miethaus 1881 von Heinrich Ferstel;
  • Nr. 15-25: gründerzeitliches Wohnhaus-Ensemble (Nr. 15-19, Ölzeltg.2-6 1854-58 von Anton v. Ölzelt;
  • Nr. 17: Wohnhaus von Franz Dingelstedt (Dichter und/oder Schriftsteller);
  • Nr. 19: Wohnhaus von Friedrich Schmidt (Architekt)
  • Nr. 21-25, Ölzeltg. 8-12 1852-58);
  • Nr. 27-37: vormals Heumarktkaserne

 


Am Kanal
Benennung 1925 nach dem ehem. Wiener Neustädter Kanal.


Knabe mit Panthern
Knabe mit Panthern

Am Modenapark
Der Erholungspark (eine etwa 8.000 m² große Parkanlage) entstand aus dem hier bestandenen Modenagarten durch die Gemeinde Wien 1912. Das Palais Modena stand dort, wo sich seit 1954 das acht Stockwerke hohe “Gewerbehaus” befindet.
Benennung 1916 nach der ehemals weitläufigen Gartenanlage des vormals Palais Modena (Abbruch1916).

  • Nr. 1-2: erbaut 1966-70 von Erich Boltenstern;
  • Nr. 3: Wohnhaus von Felix Hurdes (Politiker);
  • Nr. 5: Wohnhaus von Lotte Lang (Schauspielerin);
  • Grete Wiesenthal, * 9.12.1886 † 22.6.1970
    Grete Wiesenthal, * 9.12.1886 † 22.6.1970

    Nr. 6: Wohnhaus von Grete Wiesenthal (Tänzerin);

  • Nr. 8-9: städtische Wohnhaus-Anlage „Richard-Strauss-Hof“
    (1953/54 von W. Kroupa, R. Horner);
    Wohnhaus von Berthold Löffler (MalerIn und/oder ZeichnerIn),
    Atelier Franz Luby (MalerIn und/oder ZeichnerIn);
    „Die Lauschenden“ von Siegfried Charoux;
  • Nr. 13: Wohnhaus von Joschi und Toni Bruha (PolitikerIn);
    Parkanlage: „Knabe mit Panthern“ seit 1948, vormals im Arenbergpark 1915 von Josef Müllner

Um 1700 wurde der Park als Ziergarten angelegt. Er wurde 1710 Stockhammerscher Besitz und fiel im 18. Jahrhundert in das Eigentum des Freiherrn von Harrucker. Um 1800 gelangte die Anlage in den Besitz der Erzherzogin Beatrix d’Este von Modena (1750–1829), die hier ein Palais (1916 abgerissen) mit großem Park besaß.

Der Park ist von Gebäuden aus der Zwischenkriegszeit und Gemeindebauten umgeben und beherbergt einen Kinderspielplatz. Die 1915 von Josef Müllner geschaffene Skulpturengruppe „Knabe mit Panthern“ wurde 1948 von ihrem ursprünglichen Aufstellungsort im Arenbergpark hierher verlegt.

 

 


am-stadparkAm Stadtpark
Benennung 1986 nach der Lage der Straße.

  • Nr. 1: ehem. Fleisch-Großmarkthalle, heute Hotel Hilton erbaut 1972 bis 1975 nach Plänen von Fritz Pfeffer

Angelo-Soliman-Weg
 2013 benannt nach dem Kammerdiener Angelo Soliman (1721–1796); der aus Nigeria stammende Afrikaner wurde als Sklave verschleppt und kam schließlich als Kammerdiener nach Wien.

Angelo_SolimanEr wurde in der Folge wohlhabend und ein beliebtes Mitglied der Wiener Society; unter anderem schätzte ihn Kaiser Josef II. als Gesellschafter. Nach seinem Tod wurde sein Leichnam präpariert und bis 1806 im Kaiserlichen Naturalienkabinett als halbnackter „Wilder“ ausgestellt.


Anna-Hand-Weg
seit 2008; im Gebiet Aspanggründe / Euro-Gate; Anna Hand (1911 – 1987); Widerstandskämpferin


anton-kuhAnton-Kuh-Weg
Benennung 2002 nach dem Journalisten und Schriftsteller Anton Kuh (1890-1941).

 

 


Franz-Theodor-Csokor
Franz Theodor Csokor

Anton-von-Webern-Platz
Benennung 1998 nach dem Komponisten Anton von Webern (1883-1945).

  • Ehem Linke Bahngasse 11: Geburtshaus Franz Theodor Csokor (DichterIn und/oder SchriftstellerIn)

 

 

Anton von Webern
Anton von Webern

 

 

 

 

 

 


Erdbergstraße vor 1900

Apostelgasse
Benannt nach den Aposteln Peter und Paul, denen die Erdberger Pfarrkirche (erstmals urkundlich erwähnt im 13. Jhdt., im Zuge der Türkenbelagerung 1683 zerstört, ab 1700 neu erbaut) geweiht ist. Vor 1862 hieß diese Gasse Kirchengasse.


Arenberggasse (Einbahn)
(Einbahn), Benennung 1900 nach dem Arenbergpalais, das 1785 erbaut worden war (Landstraße Hauptstraße 96, Abbruch1958).

oder auch – seit 1862, benannt nach Leopold Philipp Josef Fürst von Arenberg (1690–1754), dem ursprünglichen Besitzer des Arenbergparks auf den Dannebergplatz. Jener wurde 1900 von der Stadt Wien erworben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Er beherbergt eine der drei Flakstellungen in Wien.


Arenbergpark

Leopold Philipp Fürst von Arenberg (1690-1754) war Besitzer des großen Parks, den die Gemeinde Wien um 1900 kaufte und 1906 als öffentliche Anlage zugänglich machte.

Im Park stehen seit 1943 zwei Flaktürme und eine
Gedenktafel an Robert Danneberg (Politiker)

 

 

Leopold-Philipp von Arenberg (1690-1754)

Leopold-Philipp von Arenberg (1690-1754), vierter regierender Herzog von Arenberg und zehnter Herzog von Aarschot. Heiratet Maria-Franziska Pignatelli, Prinzessin von Bisaccia und Gräfin von Egmont.

Letzter Überlebender der Familie Arenberg nach dem Tod seines 1693 in der Schlacht von Neerwinden gefallenen Cousins Octavius.

 


Armenierplatz

Benennung 2001 in Erinnerung an die jahrhundertelange Präsenz der armenischen Volksgruppe in Wien und ihrer Bedeutung für das Kulturleben dieser Stadt.


Arsenalstraße / Arsenalweg

Benannt nach dem Arsenal, das nach der Revolution im Jahre 1848 als Zentrum militärischer Macht über Wien erbaut wurde.

Arsenalweg – Gemälde von Adolf Blamauer

Benennung 1878 nach dem 1849-1857 erbaut Arsenal von Ludwig Förster, Theophil Hansen, Eduard van der Nüll, Carl Rösner, August Sicard v. Sicardsburg.

Arsenalweg

(nicht befahrbar), seit 1901, davor als Marx-Meidlinger-Straße bekannt, seit 2008 aufgelassen. Arsenalweg befindet sich im Bereich der heutigen Aspanggründe, älterer Flurname „Sandgstetten“.

Hier stand das Abdeckerhaus auch Schinderhaus genannt. Hier wurde der Schinder (der meist auch Henker war) mit seiner Abdeckerei untergebracht, als er in der alten Rabengasse (Beatrixgasse) den Platz räumen musste.


Aspangbahnhof

Aspangstraße

Benennung 1894 nach dem ehemals hier 1880/81 erbauten Aspangbahnhof, Abbruch 1977.

 

 


Karl Böhm (Dirigent)

Auenbruggergasse (Sackgasse)

Seit 1891, nach Dr. Joseph Leopold von Auenbrugger (1722–1809), einem Arzt und Erfinder der medizinischen Perkussion

* Nr. 1: Gardekirche (s. Rennweg 5 A );
* Nr. 2: Gedenktafel: Wohnhaus von Gustav Mahler (Komponist);
Paul Barnay (Dichter und/oder Schriftsteller),
Karl Böhm (Dirigent)

 

 

 


Der Markt um 1770

Ehemaliger Augustinermarkt
Seit etwa 1795 auf dem sogenannten „Platzl“ an der Landstraßer Hauptstraße. Vormalig bis 1793 St.-Nikolai-Friedhof (Grab Georg Raphael Donner) mit barocker St.-Nikolai-Kirche.

Innerhalb der Gabelung Erdbergstraße und Landstraßer Hauptstraße stand bis in das späte 18. Jahrhundert die Nikolaikirche, zu der ein Friedhof gehörte. Der Nikolaifriedhof wurde 1784 aufgelassen und nach Sankt Marx verlegt. Im Zuge dessen wurde auch die Kirche abgetragen. Das planierte und mit Bäumen bepflanzte Dreieck zwischen den beiden Straßen entwickelte sich bereits vor der Wende zum 19. Jahrhundert zu einem Marktplatz. Wegen der Nähe zum benachbarten Augustinerkloster, dessen Klosterkirche Sankt Rochus ab 1642 errichtet worden war, bildete sich der Name Augustinermarkt heraus.

  •  Adolf-Blamauer-Gasse, seit 1936, nach Adolf Blamauer (1847–1923), einem Aquarellmaler und Mitgründer des Österreichischen Touristenklubs
  • Alfred-Dallinger-Platz, nach Alfred Dallinger, einem österreichischen Politiker und Visionär
  • Am Heumarkt (S), ehemals ein Verkaufplatz für Heu, das von auswärtigen Bauern herangebracht wurde. Frühere Bezeichnungen: Heugries (um 1418), später Im Gereit, bis 1862 Am Glacis.
  • Am Modenapark (P), seit 1916, nach der Herzogin Adelgunde d’Este von Modena (1823–1914). Von 1812 bis 1916 hatte sie hier ein Palais mit großem Park.
  • Anna-Hand-Weg, seit 2008, Anna Hand (1911-1987), Widerstandskämpferin
  • Anton-von-Webern-Platz, seit 1998, nach Dr. Anton von Webern (1883–1945), Theaterkapellmeister und Leiter der Wiener Arbeitersymphoniekonzerte (1922–1934) sowie Dirigent und Komponist (Lieder, Gesänge, Instrumentalstücke). 1945 wurde er von einem US-Soldaten nach Beginn der Ausgangssperre erschossen.
  • Anton-Kuh-Weg (nicht befahrbar), seit 2002, nach dem Schriftsteller Anton Kuh (1890–1941, gest. in New York), Feuilletonisten und Vertreter der Wiener Kaffeehausliteratur, der nach seiner Emigration 1938 Texte gegen den Nationalsozialismus publizierte.
  • Arsenalstraße, seit 1872, nach dem dortigen Wiener Arsenal, einem ehemaligen Militärkomplex
  • Arsenalweg (X), seit 1901, davor als Marx-Meidlinger-Straße bekannt, seit 2008 aufgelassen
  • Aspangstraße (E), seit 1894, davor Am Kanal, benannt nach dem damaligen Aspangbahnhof
  • Auenbruggergasse (T), seit 1891, nach Dr. Joseph Leopold von Auenbrugger (1722–1809), einem Arzt und Erfinder der medizinischen Perkussion

B /nach oben

Barichgasse
Benannt nach Michael v. Barich (1792-1859), Hofkonzipist und Erbauer des ersten Hauses in der Gasse. Dieser rücksichtslose Spekulant ließ leider um 1850 das prächtige Palais Althan (Baumeister Josef Emanuel Fischer von Erlach, heute Ungargasse Nr. 63) abbrechen und parzellierte die anschliessenden Gartengründe um Wohnhäuser und diesen Straßenzug zu errichten.

Gartenpalais Althan

Seine bekannteste, allerdings auch umstrittenste Tat, war der 1839 erfolgte Kauf des Gartenpalais Althan in der Ungargasse. Dieses wurde in der Folge abgerissen und in 34 Baugründe parzelliert. Damit entsprach er dem Bebauungsdruck durch die wachsende Bevölkerung der Wiener Vorstädte. Barich und ihm gleich Gesinnte erkannten die Chance, die sich in der Verwertung der feudalen Gartenpalais nahe der Wiener Innenstadt ergab. Nach Barich ist seit 1876 eine Gasse in seinem Parzellierungsgebiet benannt.

Barich (auch Baric) wurde weiters bekannt durch die Tatsache, daß er von einer Ägyptenreise um 1849 eine Mumie mit nach Wien brachte, die nach seinem Tod im Agramer (heute Zagreber) Nationalmuseum landete und wegen ihrer etruskischen Mumienbinden, den hernach benannten Zagreber Mumienbinden, besonderes wissenschaftliches Interesse weckte.

Dr. Oskar Bohr (Arzt)

* Nr. 5: Gedenktafel: Wohnhaus von Dr. Oskar Bohr (Arzt) (s. Dr.-Bohr-Gasse);
* Nr. 30: Wohnhaus von Franz Joseph Gall (Wissenschafter)

 

 

 


Plan von 1832

Barmherzigengasse
Benennung 1877 nach dem 1755 bis 1877 hier bestandenen Rekonvaleszentenhaus der Barmherzigen Brüder, 1755 eröffnet wurde und bis 1873 in Verwendung stand.

Leopold Thaller

* Nr. 8: Wohnhaus von Leopold Thaller (s. Leopold-Thaller-Hof, Politiker)

 

 

 

 


Barthgasse

Joseph Barth

Benennung 1900 nach dem Anatom und Augenarzt Joseph Barth (1745-1818). In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war der wegen seiner Skurrilität und Geldgier berühmt-berüchtigte Augenarzt Joseph Barth ein allgemein bekanntes Wiener Original.

* Nr.2: städtische Wohnhaus-Anlage (s. Baumgasse 77);
* Nr. 13-15: städtische Wohnhaus-Anlage erbaut 1954 bis 1956 nach Plänen von Karl Schwanzer;
* Nr. 17: städtische WohnhausAnlage erbaut 1969 bis 1971 nach Plänen von Adolf Illner und Ferdinand Gaisser


 

Dr. Oskar Baumann

Baumannstraße
Benennung 1902 und dannach wieder 1947. Benannt nach Dr. Oskar Baumann (1864-1899), Geograph und Afrikaforscher, der seine Sammlungen dem Naturhisorischen Museum schenkte. An der Stelle der Baumannstraße stand von 1860 bis 1902 eine Reitschule. Von 1938 bis 1947 hieß die Gasse Adolf-Kirchl-Straße (Gedenktafel Adolf Kirchl auf Nummer 1).

* Nr. 1 (Beatrixg.3): Gedenktafel: Adolf Kirchl (Musiker);
* Nr. 8: Gebäude der Komponisten- und Musikverleger Gesellschaft;
* Nr. 9: Wohnhaus von Michael Powolny (Keramiker)

 


Alfred Roller, er wohnte Baumgasse Nr. 4
um 1930, Ebenerdiges Gasthaus des Franz Obenaus in der Baumgasse

Baumgasse
Die Baumgasse war eine obstreiche Gärtnersiedlung. Haus Nummer 1 trug (1779) das Hauszeichen “Zum Grünen Baum”. Baumgasse Nr. 7 war einst die Grenze zwischen Landstraße und Erdberg in diesem Bereich.

* Nr. 1: das ehem. hier bestandene Haus trug im 18. Jahrhundert das Hauszeichen „Zum grünen Baum“;
* Nr. 2: Pestkreuz zur Erinnerung an das Pestjahr 1713;
* Nr. 4: Wohnhaus von Alfred Roller (Maler und/oder Zeichner);
* Nr. 20 A: Herz-Jesu-Krankenhaus;
* Nr. 24: Gedenktafel: ehem. hier bestandene Reithalle der Krimsky Kaserne;
* Nr. 26: Wohnhaus von Ferdinand Bruckner (Theodor Tagger, D);

Grete Jost – sie wohnte Baumgasse 29

* Nr. 29-41: städtische Wohnhaus-Anlage „Rabenhof“ bis 1934 „Austerlitz-Hof“ erb.1925 bis 1929 nach Plänen von Heinrich Schmid und Hermann Aichinger, Wohnhaus von Grete Jost (GT, P), Alexander Kostka (MalerIn und/oder ZeichnerIn);
* Nr. 37: Wohnhaus von Vera Ferra-Mikura (DichterIn und/oder SchriftstellerIn);
* Nr. 41: Wohnhaus von Josef Frueth (s. Fruethstraße);
* Nr. 53: städtische Wohnhaus-Anlage (s. Leonhardgasse 8-10);
* Nr. 57-61: städtische Wohnhaus-Anlage „Leopold-Thaller-Hof erbaut 1976 bis 1978 nach Plänen von Gerd Neversal;
* Nr. 63-65: städtische Wohnhaus-Anlage erbaut 1949 bis 1951;
* Nr. 71: Wohnhaus von Anton Proksch (PolitikerIn);
* Nr. 75: ehem. Mautner Markhofsches Kinderspital, heute Neubau (GPA ?); das unter Denkmalschutz stehende Mautner-Relief von Carl Kundmann wurde vor der Front in der Baumgasse wieder err.;
* Nr. 77: städtische Wohnhaus-Anlage erbaut 1953/54 nach Plänen des Stadtbauamtes und Sitz des ki3.at-Büros

 


Beatrixgasse
Benannt nach Erzherzogin Beatrix d’Este von Modena (1750-1829). Sie ließ ein Palais im Bereich des heutigen Modenapark erbauen. Die Beatrixgasse gehört zu den ältesten Straßenzügen des 3. Bezirks.


Bechardgasse
Benannt nach Barbara Baronin Bechard (1789-1859). Auf den Gründen ihres ehemaligen Palais wurde die Weißgerber Pfarrkirche St. Othmar errichtet.


Blattgasse
Benannt in Anlehnung an die ehemals hier befindlichen fürstlichen Gartengründe.


Blütengasse
Benannt in Anlehnung an die ehemals hier befindlichen fürstlichen Gartengründe.

  • Barichgasse (E), Seit 1876, nach Michael von Barich (1792–1859), einem Hofkonzipisten. Das Gebiet dieser Gasse zählte zum Gelände des Palais Althan, das Barich im 18. Jahrhundert erwarb. Er ließ es abreißen und den Grund in 34 Parzellen für Wohnhäuser und Verkehrsflächen teilen.
  • Barmherzigengasse (E), seit 1877, nach einem Genesungsheim der Barmherzigen Brüder (1755 – 1877)
  • Barthgasse (E), seit 1900, nach Dr. Johann Barth (1745–1818), einem Augenarzt und Anatomen, der viele Arme unentgeltlich behandelte
  • Baumannstraße (T), seit 1902 , nach Dr. Oscar Baumann (1864–1899), einem Afrikaforscher und Reiseschriftsteller, der den Sansibar-Archipel kartierte. Seine Sammlungen überließ er dem Naturhistorischen Museum. 1938 wurde die Straße von den Nationalsozialisten in Adolf-Kirchl-Straße umbenannt, dies wurde jedoch nach 1947 rückgängig gemacht.
  • Baumgasse (E), seit 1899, in Erinnerung an die in dieser Gegend gepflanzten Obstbäume; Baumgasse 1 hatte das Hauszeichen „Zum grünen Baum“
  • Bayerngasse (E), seit 1916, nach dem Freistaat Bayern, der hier eine Gesandtschaft erhalten sollte
  • Beatrixgasse (E), seit 1862, benannt nach der Erzherzogin Beatrix d’Este von Modena (1750–1829) (siehe Am Modenapark). Es handelt sich um einen der ältesten Straßenzüge dieses Bezirks. Frühere Bezeichnungen waren Bockgasse und Rabengasse.
  • Bechardgasse (E), seit 1876, nach der Baronin Barbara Bechard (1789–1859) bzw. ihres dortigen Palais. Es wurde nach ihrem Tod von der Gemeinde Wien abgerissen und durch die Weißgerber Pfarrkirche ersetzt.
  • Bert-Brecht-Platz, seit 2008, Bert Brecht (1898-1956), Dramaturg, Lyriker
  • Bertha-Eckstein-Straße, seit 2008, Bertha Eckstein (1874-1948), Schriftstellerin
  • Billy-Wilder-Straße, seit 2008, Billy Wilder (1906-2002), Filmregisseur, Journalist
  • Bittmann-Promenade, seit 2008, Sidonie und Josef Bittmann, jüdisches Ehepaar, überlebten den NS-Terror; Josef Bittmann: Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde
  • Blattgasse (E), seit 1864, in Erinnerung an die weiten Gärten, die es hier gab
  • Blütengasse (E), seit 1864, siehe Blattgasse
  • Boerhaavegasse (E), nach Dr. Herman Boerhaave, einem bedeutenden Arzt, Botaniker und Chemiker, dessen Schüler auch Gerard van Swieten, Gründer der Wiener Medizinischen Schule, war.

C /nach oben

Custozzagasse
Benannt in Erinnerung an den Sieg Österreichs über Italien beim Dorf Custoza (so geschrieben) am 25. Juli 1848.


Czapkagasse
Hofrat Ignaz Czapka (1791-1881) war von 1838 bis 1848 Bürgermeister von Wien. Er führte u.a. die Gasbeleuchtung in den Straßen Wiens ein.

  • Campus-Vienna-Biocenter (P), seit 2001, nach dem dortigen Vienna Bio Center, einer bedeutenden Forschungseinrichtung der Stadt Wien in Kooperation mit privaten Firmen (Public Private Partnership)
  • Carl-von-Linde-Straße (T), seit 1991, nach Carl Linde (1842–1934), einem Industriellen und Wissenschaftler, der die Luftverflüssigung (Linde-Verfahren) erfand
  • Charasgasse (T), seit 1960, nach Dr. Heinrich Charas (1860–1940), dem damaligen Leiter und Chefarzt der Wiener Freiwilligen Rettungsgesellschaft
  • Custozzagasse (E), seit 1867; nach dem italienischen Dorf Custozza, wo die Österreicher 1848 und 1866 über die Italiener siegten.
  • Czapkagasse (E), seit 1881, nach Ignaz Czapka (1791–1881), der das damalige Wien in vielfältiger Weise prägte. Er war Verwaltungsjurist und 1838–1848 Bürgermeister von Wien, in seiner Amtszeit wurden unter anderem das Marktamt und das Schlachthaus Sankt Marx errichtet, sowie die Gasbeleuchtung eingeführt. 1856–1859 war er Polizeidirektor von Wien.

D /nach oben

Dianagasse
Benannt nach Sebastian Dean (auch Diani oder Diana) (1697-1752), Gestalter von Ziergärten.


Dietrichgasse
Küchengärtner Georg Dietrich (1750-1813) ermöglichte durch Freigabe eines Grundes diesen Straßenzug.


Dr.-Bohr-Gasse
Benannt nach Dr. Oskar Bohr (1858-1935), einem beliebten Landstrasser Volksarzt und Wohltäter. Er bestimmte sein Honorar nach den Möglichkeiten der Patienten, Arme zahlten nichts.

 


 

Drorygasse
Benannt nach Henry Drory (1837-1889), Direktor des seinerzeitigen Gaswerks am Ufergelände des Donaukanals im 3. Bezirk. Das Gas wurde anfangs nur zur Straßenbeleuchtung verwendet.

 

  • Daffingerstraße (E), seit 1913, nach dem Maler Moritz Daffinger (1790–1849), der in Wien äußerst gefragt war und auch auf der 20-Schilling-Banknote verewigt ist (1988)
  • Dampfschiffstraße (E), Benennungsdatum unbekannt, 1838–1981 Standort des Direktionsgebäudes der Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft, frühere Namen waren An der Donau und Donaustraße.
  • Dannebergplatz (G,E), seit 1949, hieß davor Arenbergring, nach Dr. Robert Danneberg (1885–1942), einem Juristen und bedeutenden Mann der damaligen Wr. Stadtverwaltung. 1919–1934 war er Angehöriger des Wr. Gemeinderates, 1922–1934 auch Präsident des Wiener Landtags, sowie 1932–1934 Finanzstadtrat. Ein wesentlicher Teil des Mietengesetzes geht auf ihn zurück. Er starb im Konzentrationslager Auschwitz. Auf dem Dannebergplatz befindet sich der Arenbergpark.
  • Dapontegasse (E), seit 1906 (1938–1945: Max-Reger-Gasse), nach Lorenzo da Ponte, einem bedeutenden Theaterdichter, der unter anderem Texte für Mozart verfasste
  • Dianagasse (E), seit 1862, nach Sebastian Dean (auch Diana oder Diani genannt) (1697–1752), einem Gestalter von Ziergärten
  • Dietrichgasse (E), seit 1830, nach Georg Dietrich, dem Erbauer des ersten Hauses dieser Gasse (um 1800)
  • Dirmoserstraße (T), Benennungsdatum unbekannt, vermutlich nach Herbert Dirmoser (1909–1978) , einem in Wien geborenen deutschen Schauspieler [1]
  • Dißlergasse (E), seit 1875, nach dem Gärtner-Ehepaar Johann und Magdalena Dißler, die 1689 ihren Grund zugunsten des Neubaus der 1683 zerstörten Weißgerber Pfarrkirche hergaben
  • Ditscheinergasse (T), seit 1901, nach Prof. Dr. Leander Ditscheiner (1839–1905), einem Mathematiker und Physiker, Träger des Lieben-Preises für seine Forschungen im Bereich der Doppelbrechung [2], 1879–1885 liberaler Gemeinderat
  • Döblerhofstraße, seit 1872, nach einem dortigen Gutshof namens Döblerhof, den 1840 ein gewisser Herr Döbler besaß
  • Dr.-Bohr-Gasse (T), seit 1955, nach dem Arzt Dr. Oskar Bohr (1858–1935), der sich bewusst in einer der ärmsten Gegenden Wiens ansiedelte. Er orientierte sein Honorar am Einkommen der Patienten und behandelte Arme gratis, weshalb er bei der Bevölkerung sehr beliebt war.
  • Drorygasse (E), Benennungsdatum unbekannt, nach Ing. Henry Drory (1837–1889), seinerzeit Direktor des englischen Gaswerkes auf der Landstraße

E /nach oben

Erdberger Mais (auch “Im Erdberger Mais”)
Alter, erstmals 1445 urkundlich erwähnter, Flurname des einst dem Hochwasser ausgesetzten, tiefgelegenen Gebiets, wo kaum entwickeltes Jungholz (sog. “Mais” oder “Maiß”) fortgeschwemmt wurde.


Erdbergstraße
Ehemalige Hauptstraße des alten Vorortes, der 1850 zum dritten Bezirk eingemeindet wurde. Der Name Erdberg stammt aus dem Namen “Erdpurch” (=Erdburg), der 1192 erstmals urkundlich erwähnt wurde.


erne_seder
Erne Seder

Erne-Seder-Gasse
seit 2008; im Bereich Viehmarktgasse; nach Erne Seder (8. Jänner 1925 bis 16. Juni 2006); Schauspielerin, Autorin

Erne Seder war Tochter eines Artistenehepaares (lebte aber lange Zeit bei ihren Großeltern in Erdberg in der Gestettengasse), nahm schon früh Schauspielunterricht und bestand bereits mit sechzehn Jahren ihre Prüfung. Ein Jahr später bekam sie das erste Bühnenengagement in Kolberg und heiratete dort einen Gutsbesitzer.

Nach ihrer Flucht 1945 erhielt sie weitere Engagements in Österreich, schließlich wurde sie Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt, später spielte sie auch in Hamburg, Frankfurt und Stuttgart.

Bekannt wurde sie als Frau Sokol in der ORF-Serie Die liebe Familie 1980–1991, für die sie auch die Drehbücher schrieb. Schon mit elf Jahren verfasste Erne Seder ihre ersten Gedichte, später folgten Erzählungen und Sketche für Kabarett und Funk. Weitaus unbekannt ist ihre Mitwirkung in der erfolgreichen zeitkritischen Hörfunksendung Der Watschenmann von 1967 bis 1975, wo sie z. B. – zusammen mit Gerda Falk, der Gattin von Regisseur Walter Davy – eines der „Hallelujah-Engerln“ verkörperte

 


Eslarngasse
Benannt nach Konrad von Eslarn (um 1287), einer der ersten Bürgermeister von Wien. mmmm


Esteplatz
Benannt nach Franz Ferdinand d’Este (1863-1914), Thronfolger. Er wurde mit seiner Gattin am 18. Juni 1914 erschossen – der erste Weltkrieg war die Folge davon.

  • Emmerich-Teuber-Platz, seit 2008, Emmerich Teuber (1877-1943), Gründer der Pfadfinderbewegung in Österreich
  • Engelsberggasse (E), seit 1907, nach Eduard Engelsberg, Pseudonym von Dr. Eduard Schön, 1825–1879, einem Komponisten, der Lieder für Männerchöre schrieb, aber als kaiserlicher Beamter unerkannt bleiben musste
  • Erdberger Lände (E), seit 1952, davor inoffiziell schon länger (offiziell An der Donau), in Erinnerung an die Landestelle von Flößen und Schleppern am rechten Donaukanalufer. Hier befand sich eine der Wiener Hinrichtungsstätten.
  • Erdberger Mais, Im (P), seit 1905, erstmalige urkundliche Erwähnung 1445, Flurname
  • Erdbergstraße, Benennungsdatum unbekannt, ein Teil der Straße hieß–1862 Erdberger Hauptstraße bzw. Antongasse, ein anderer bis 1899 Mitterweg; Der Name Erdberg geht zurück auf die alte Vorstadt, die sich früher hier befand, ursprünglich Ertpurch (Erdburg), dokumentiert 1192 bei der Gefangennahme von Richard Löwenherz
  • Erne-Seder-Gasse, seit 2008, Erne Seder (1925-2006), Schauspielerin, Autorin
  • Eslarngasse (E), seit 1894, davor Schulgasse, nach Konrad von Eslarn, 1287 Bürgermeister, und Niklas von Eslarn, 1309 und 1310–1313 Bürgermeister von Wien
  • Esteplatz (S,E), seit 1912 , zwischenzeitlich General-Krauß-Platz (1938–1949), nach dem Thronfolger Franz Ferdinand, der dem Haus Österreich-Este angehörte (ermordet 1914).

F /nach oben

Fasangasse
Benannt nach einem schon vor 1795 bestandenen Bierhaus “Zum Fasan”, heute “Fasanlwirt” (Nr. 2).


Kugelgasse – heute Fiakerplatz © IMAGNO/Öst. Volkshochschularchiv

Fiakerplatz
Bis 1958 befand sich hier die Kugelgasse (benannt nach einem Hauszeichen “Zur blauen Kugel”), die durch die Assanierung allerdings gänzlich verschwand. Der Name Fiakerplatz stammt von den vielen einst in der Umgebung wohnenden Fiakern (Pferdefuhrwerker).

Am 26. Mai 1991 war es dann so weit: Josef Engelharts Fiakerdenkmal konnte unter starker Beteiligung aus der Bevölkerung und in Anwesenheit des Fiakers Rudolf Glück auf dem neuen Fiakerplatz enthüllt werden.
Am 26. Mai 1991 wurde Josef Engelharts Fiakerdenkmal enthüllt.

1892 gab es dort 13 Fiakerbetriebe, wienweit gab es mehr als 800 Fiaker und 1000 Einspänner)

Am 26. Mai 1991konnte Josef Engelharts Fiakerdenkmal konnte unter starker Beteiligung aus der Bevölkerung und in Anwesenheit des Fiakers Rudolf Glück auf dem neuen Fiakerplatz enthüllt werden.


Franzosengraben
Benannt nach den von den Franzosen 1809 in den napoleonischen Kriegen errichteter Schanzgraben zur Verteidigung der Donauübergänge.


Fruethstrasse
Benannt nach Josef Fruëth (1745-1835), er war 34 Jahre lang Grundrichter in Erdberg.

  • Faradaygasse (E), seit 1933, nach Michael Faraday (1791–1867), einem englischen Physiker, der die elektromagnetische Induktion entdeckte und den ersten Dynamo schuf
  • Fasangasse, Benennungsdatum unbekannt, benannt zu Ehren des ehemaligen Bierhauses „Zum Fasanl“ (heißt heute Fasanlwirt). Die Fasangasse ist Namensgeberin des gleichnamigen, neun Zählsprengel umfassenden Zählbezirks von Landstraße.
  • Fasanplatz, seit 2002, nach dem Tier
  • Franz-Grill-Straße (X), Benennungsdatum unbekannt, nach dem Beamten Franz Grill, der maßgeblich an der Versuchsanstalt im Arsenal beteiligt war
  • Franz-Hauer-Gasse (T), seit 1917, nach Franz von Hauer (1822–1889), dem ehemaligen Direktor der Geologischen Reichsanstalt, heute Geologische Bundesanstalt
  • Franzosengraben, seit 1896, nach den in den Napoleonischen Kriegen von den Franzosen dort errichteten Schanzgraben zur Verteidigung der Donauübergänge (1809)
  • Fred-Zinnemann-Platz, seit 2008, Fred Zinnemann (1907-1997), Filmregisseur
  • Fruethstraße (E), seit 1904, nach Josef Frueth (1745–1835), seinerzeit 34 Jahre Ortsrichter in Erdberg

G /nach oben


Johann-Gänsbacher
Kapellmeister Johan Baptist Gänsbacher (1778 – 1844)

Gänsbachergasse
Diese Gasse ist seit 1894 nach dem Komponisten, Dirigenten und Kapellmeister Johan Baptist Gänsbacher (1778 – 1844) benannt. Er war Domkapellmeister am Stephansdom und schrieb Messen, Vespern und Kammermusik.

 

 


gaertnergasse
Gärtnergasse 13, um 1903

Gärtnergasse
Benannt nach Johann Andreas Gärtner (1745-1807), Ortsrichter von Erdberg. Andere Überlieferungen berichten, dass diese Gasse nach den einst hier befindlichen Gärtnereien so benannt wurde.

 

 

 


Gestettengasse
Benennungsdatum unklar, abgeleitet von Sandgstätten (Sandgewinnung am Donauufer)

 

 


Geusaugasse
Benannt nach Anton Freiherr von Geusau (1746-1811), Magistratskanzlist, Schriftsteller und Geschichtsforscher Wiens.


Göllnergasse
Benannt nach Michael Leopold Göllner (1760-1834), einem vermögenden Hausbesitzer, der sein Haus der Gemeinde Erdberg für die Errichtung eines Armenhauses vermachte.


Göschlgasse
Benannt nach Karl (1807-1883) und Therese (1813-1887) Göschl. Sie hinterließen ihr gesamtes Vermögen den Armen des 3. Bezirks.


Gottfried-Keller-Gasse
Benannt nach Gottfried Keller (1819-1890), Schweizer Dichter (z.B. “Der grüne Heinrich”).


Grimmelshausengasse
Benannt nach Hans Jacob von Grimmelshausen (1622-1676), deutscher Romanschriftsteller. Er schrieb unter anderem “Simplicissimus”.


Guglgasse
Benannt nach einer seit dem 18. Jahrhundert ansässigen Gärtnerfamilie.

  • Gänsbachergasse (E), seit 1894, davor teilweise Herbstgasse, nach Johann Baptist Gänsbacher (1778–1844), einem Komponist und Dorfkapellmeister, der sich freiwillig an vier Feldzügen gegen Napoleon beteiligte
  • Gärtnergasse (E), seit 1862, davor teilweise Bockgasse, vermutlich nach Johann Andreas Gärtner (1745–1807), 1806–1807 Ortsrichter von Erdberg. Möglicherweise auch auf hier früher gelegene Gärtnereien zurückzuführen.
  • Geologengasse (E), seit 1875, davor Hoernesgasse, nach der damaligen Geologischen Reichsanstalt, heute Geologische Bundesanstalt
  • Gerlgasse (E), seit 1829, davor Am Feld, nach dem Architekt und Baumeister Matthias Franz Gerl, er errichtete unter anderem 1744 die Oberlaar Pfarrkirche und barockisierte 1746/47 die Altsimmeringer Pfarrkirche. Weiters hat er beim Bau des damaligen AKH mitgewirkt.
  • Gestettengasse (E), Benennungsdatum unbekannt, der Name geht auf die Sandgstätten – Sandgewinnungsstätten am Donauufer – zurück.
  • Geusaugasse (E), seit 1876, nach Anton Ferdinand Reichsritter von Geusau (1746–1811), einem Magistratskanzlist und Historiker, bekannte Werke waren eine Geschichte Wiens in vier Bänden und eine Geschichte Österreichs in zwei Bänden.
  • Ghegastraße, Benennungsdatum unbekannt, nach Carl Ritter von Ghega (1802–1860), Ingenieur und Erbauer der Semmeringbahn, der ersten Gebirgsbahn der Welt
  • Gigergasse (E), seit 1903, nach Jakob Giger (1751–1834), seinerzeit Grundrichter der Vorstadt Landstraße
  • Göllnergasse (E), seit 1874, nach Michael Leopold Göllner (1760–1834), einem gut situierten Einwohner, der der Gemeinde Erdberg sein Haus für die Errichtung eines Armenhauses vermachte
  • Göschlgasse (E), seit 1899, nach dem Ehepaar Karl (1807–1883) und Therese Göschl (1813–1887), sie vermachten ihr Vermögen den Armen des 3. Bezirks und gründeten eigens eine Stiftung für verarmte Geschäftsleute im Stadtteil
  • Gottfried-Keller-Gasse (E), seit 1919, davor Luitpoldgasse, nach dem dem Schweizer Dichter Gottfried Keller (1819–1890), dessen bekanntestes Werk Der grüne Heinrich ist
  • Grailichgasse (E), seit 1910, nach Dr. Wilhelm Josef Grailich (1829–1859), einem Kristallograph und ao. Professor der höheren Physik (1855), zudem Kustos im damaligen Hofmineralienkabinett
  • Grasbergergasse, seit 1901, davor teilweise Marx-Meidlinger-Straße und Arsenalweg, nach Hans Grasberger (1836–1898), einem Lyriker und Journalist mit Künstlernamen Hans Birkenbühel
  • Gräßlplatz, seit 1897, nach Andreas Gräßl, einem Fleischhauer, der den Grund dieses Platzes damals der Gemeinde stiftete
  • Grimmelshausengasse (E), seit 1919, davor Adelgundegasse, nach Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, einem deutschen Romanschriftsteller, er verfasste unter anderem Simplicissimus.
  • Gudrunstraße, seit 1900, davor Geißelberger Weg, Simmeringer Straße, Berthagasse, Croatengasse; nach dem mittelhochdeutschen Gudrun-Epos aus dem 13. Jahrhundert (siehe auch Nibelungenlied).
  • Guglgasse, seit 1959, inoffiziell seit 1895, nach der seit dem 18. Jahrhundert ortsansässigen Gärtnerfamilie Gugl

H /nach oben

Haeussermannweg
Benannt nach Reinhold Haeussermann (1884-1947), Burgschauspieler, und seinen Sohn Ernst Haeussermann (1916-1984), ehemaliger Burgtheaterdirektor.


Der erste Wiener Kanalhafen

Hafengasse
Benannt nach dem am einstigen Wiener Neustädter Schifffahrtskanal gelegenen oberen Hafen (1848-1876). Dieser wurde vor Errichtung des Aspangbahnhofes zugeschüttet.

Schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts dachte man in Österreich daran, einen künstlichen Wasserweg zur Adria anzulegen.
Aber erst 1797 wurde mit dem Kanalbau durch die k.k. Kanalbau AG begonnen. Zuerst wurde das Geld knapp, weil man dieses für Kriegshandlungen notwendiger zu brauchen dachte, dann fehlten die nötigen Bauarbeiter; dieses Problem wurde schließlich mit der Anwerbung von kroatischen “Gastarbeitern” gelöst. Wieder gab es Schwierigkeiten, die dazu führten, dass der Kanal 1802 an den Staat abgetreten wurde. Nach neuerlichen Schwierigkeiten konnte endlich der erste Schiffzug den Wiener Hafen am 12. Mai 1803 in Richtung Wiener Neustadt verlassen.

Eislaufen und Scheifen auf dem zugefrorenen Kanalhafenbecken

Die findigen Wiener benützten bereits im darauffolgenden Winter das zugefrorene Hafenbecken vor dem Invalidenhaus zum Eislaufen.

 

 


Antisemitische Ausschreitungen: „Reibpartie“ Wien 3, Hagenmüllergasse 15, März 1938
Antisemitische Ausschreitungen: „Reibpartie“, Hagenmüllergasse 15, März 1938 Juden, die gezwungen wurden, die Straße von politischen Parolen zu säubern.

Hagenmüllergasse
Benannt nach Franz Josef Freiherr von Hagenmüller zu Grienberg (1746-1824), Hof- und Gerichtsanwalt, Besitzer der Herrschaft Erdberg.

Franz Josef Haggenmüller – Freiherr von Haggenmüller, Edler von Grünberg


Hainburger Strasse / Hainburger Weg
Benannt nach der Stadt Hainburg/Donau.


Helmut-Qualtinger-Gasse
seit 2002, Helmut Qualtinger (1928-1986), Schauspieler, Kabarettist, Schriftsteller (“Der Papa wird’s schon richten”, “Der g’schupfte Ferdl”, “Der Wilde auf seiner Maschin'”), 1957 kreierte er die Figur des “Travnicek” (Partner: Gerhard Bronner); Lesungen (Kraus “Die letzten Tage der Menschheit”); Film (z. B. Der Richter und sein Henker, Geschichten aus dem Wienerwald)


Hetzgasse
An dieser Stelle stand von 1755-1796 ein Tierhetztheater, in dem Tiere aufeinander gehetzt wurden. Der Holzbau fiel einem Brand zum Opfer und durfte wegen der rohen Schauspiele nicht mehr aufgebaut werden.

Mehr über die Geschichte des Hetztheaters:


Hießgasse
Benannt nach Laurenz Hieß (1736-1819), Fabrikant, der Haus Nummer 8 für verarmte Dienstmädchen spendete (Hieß’sches Stiftungshaus).


Hintere Zollamtsstraße
Führt hinter dem alten Zollamtsgebäude (erbaut 1847) vorbei.


Hohlweggasse
Ein Hohlweg führte hier im 14. Jahrhundert durch ein römisches Gräberfeld zur Landstraße.


Hyegasse
Benannt nach dem Juristen Univ. Prof. Anton Freiherr v. Hye-Glunek (1807-1894). Er überreichte 1848 die Studentenpetition bei Hof und war maßgeblich an legislatorischen Arbeiten, wie Pressegesetz (1849) und Strafgesetz (1852), beteiligt. 1867 war er Justiz- und Unterrichtsminister.

  • Haeussermannweg (E), seit 1977, nach dem Burgschauspieler Reinhold Häussermann (1884–1947) sowie dessen Sohn Ernst Haeusserman (1916–1984), der 1959–1968 Burgtheaterdirektor und 1970 Direktor des Theater in der Josefstadt war
  • Hafengasse (E), seit 1862, davor Klischgasse, Kanalgasse; nach dem hier ehemals gelegenen oberen Hafen des Wiener Neustädter Schifffahrtskanals (1848–1876). Der Hafen wurde im Zuge der Errichtung des Aspangbahnhofs zugeschüttet
  • Hagenmüllergasse (E), seit 1874, nach Franz Josef Freiherr von Hagenmüller zu Grienberg (1746–1824), Hof- und Gerichtsanwalt sowie damaliger Besitzer der Herrschaft Erdberg
  • Wilhelm Ritter von Haidinger

    Haidingergasse (E), seit 1974, nach Wilhelm Ritter von Haidinger (1795–1871), jenem Mineralogen und Geologen, welcher Gründer und erster Direktor der Geologischen Reichsanstalt war (1849–1866) (heute Geologische Bundesanstalt)

  • Hainburger Straße, seit 1883, davor Lustgasse, Wällischgasse, Paulushöhe; benannt nach der Stadt Hainburg an der Donau
  • Hansalgasse, seit 1886, nach Martin Ludwig Hansal (1825–1885), er war Afrikaforscher und österreichischer Vizekonsul in Khartum sowie Lehrer an der österreichischen Missionsschule in Gondokoro (Sudan). Er wurde während des Mahdi-Aufstandes ermordet.
  • Heeresmuseumstraße, seit 1958, nach dem dortigen Heeresgeschichtlichen Museum , das sich im Wiener Arsenal befindet.
  • Hegergasse (E), seit 1894, nach Ignaz Jakob Heger (1808–1854), dieser war in Österreich Förderer und Verbreiter der Gabelsberger Stenographie
  • Heinrich-Drimmel-Platz, seit 1997, nach Dr. Heinrich Drimmel (1912–1991), dieser war 1954–1964 österreichischer Unterrichtsminister, dann Vizebürgermeister von Wien (1964–1969)
  • Helmut-Qualtinger-Gasse (T), seit 2002, nach Helmut Qualtinger (1928–1986), einem bekannten österreichischen Schauspieler, Kabarettisten und Schriftsteller
  • Henneberggasse (T), seit 1979, nach Prof. Dr. Ottokar Hans Henneberg (1891–1965), er war seinerzeit Rektor der Tierärztlichen Hochschule (heute Veterinärmedizinische Universität Wien) und lieferte Forschungsbeiträge zur Fleischuntersuchung
  • Henslerstraße (E), seit 1905, nach Karl Friedlich Hensler (1759–1825), einem österreichischen Theaterdirektor und Theater-Schriftsteller
  • Hetzgasse (E), Benennungsdatum unbekannt, nach dem 1755–1796 dort stehendem Hetztheater, in dem Tiere aufeinander gehetzt wurden. Als das Theater durch einen Brand zerstört wurde, durfte es aus Gründen der Sittlichkeit nicht mehr aufgebaut werden. Das Wiener Idiom „Das war eine Hetz’“ (Das war ein Spaß) leitet sich ebenfalls vom Hetztheater ab.
  • Herma-Bauma-Platz, seit 2005, nach Herma Bauma, einer österreichischen Leichtathletin und Handballerin, 1948 Olympiasiegerin im Speerwerfen.
  • Hermine-Jursa-Gasse (X), seit 2002, nach Hermine Nierlich-Jursa (1912-2000), einer österreichischen Widerstandskämpferin im Zweiten Weltkrieg und späteren Wiener Bildungs- und Frauenreferentin.
  • Hießgasse (E), seit 1875, nach Laurenz Hieß (1736–1819), einem Fabrikanten, dessen gespendetes Hießsches Stiftungshaus (Haus Nummer 8) Hilfe für arme Dienstmädchen bot
  • Hintere Zollamtsstraße, seit 1862, davor Am Glacis, nach 1847 erbauten örtlichen Zollamtsgebäude, das im zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Heute sind dort Büros des Bundesrechenamts
  • Hintzerstraße (E), seit 1902, nach Gottlieb Hintzer (1731–1805), einem Wohltäter, der eine Stiftung für arme Landstraßer Bürger errichtete
  • Hofmannsthalgasse (E), seit 1932, nach Dr. Hugo von Hofmannsthal (1874–1929), er war Schriftsteller verschiedenster Ausprägungen und Mitbegründer der Salzburger Festspiele
  • Hohlweggasse (E), Benennungsdatum unbekannt, davor teilweise Gerlgasse, benannt nach dem Hohlweg, der im 14. Jahrhundert von der Wieden durch ein römisches Gräberfeld in die Landstraße führte.
  • Hörnesgasse (E), seit 1875, davor Badgasse, nach Dr. Moritz Hoernes [sic] (1815–1868), einem Geologen, Paläontologen und Mineralogen.
  • Hüttenbrennergasse, seit 1907, verkürzt 2001, nach Anselm Hüttenbrenner (1794–1868), einem Dichter und Komponisten zur Zeit Beethovens und Schuberts
  • Hyegasse (E), seit 1910, nach Univ. Prof. Dr. Anton Freiherr von Hye-Glunek (1807–1894), einem Juristen, der maßgeblich am Pressegesetz (1849) und Strafgesetz (1852) mitwirkte. 1867 war er zudem Justiz- und Unterrichtsminister.

 I /nach oben

Invalidenstraße
Benannt nach dem zwischen Landstraßer Hauptstraße und Marxergasse (gegenüber der Markthalle) gelegenen Invalidenheim, das unter Josef II für Militärinvalide eingerichtet wurde. Es bestand von 1787 bis 1909.

  • Ida-Bohatta-Platz, seit 2008, Ida Bohatta (1900-1992), Illustratorin, Kinderbuchautorin
  • Ida-Pfeiffer-Weg, seit 2008, Ida Pfeiffer (1797-1858), Forscherin
  • Ing.-Rudolf-Sallinger-Platz, seit 1992, nach Ing. Rudolf Sallinger (1916–1992), ehemals Prädisent der Wirtschaftskammer (1964–1990), Begründer der Sozialpartnerschaft sowie Obmann des österreichischen Wirtschaftsbundes (1966–1989), Nationalratsabgeordneter der ÖVP
  • Invalidenstraße, seit 1883, nach dem dortigen unter Josef II bestehenden Invalidenhaus (gegründet 1787). 1909 wurde es nach Lainz bzw. Speising übersiedelt.

J /nach oben

Jacquingasse
Benannt nach Nikolaus Josef Freiherr von Jacquin (1727-1817), Pflanzenforscher und erster Direktor des “Botanischen Gartens” am Rennweg.


Juchgasse
Benannt nach Ernst Juch (1838-1909), Wiener Maler und Illustrator.

  • Jacquingasse, seit 1875, davor Magazingasse, nach Nikolaus Joseph Freiherr von Jacquin (1727–1817), einem bedeutenden österreichischen Naturforscher, er war erster Direktor des nahen Botanischen Gartens am Rennweg.
  • Jauresgasse (E), seit 1919, davor Richardgasse, zwischenzeitlich Lustig-Prean-Gasse (1934–1938,1945/46), Richthofengasse (1938–1945); nach Jean Jaurès (1859–1914), seinerzeit Führer der französischen Sozialdemokraten und Gegner des Antisemitismus und Nationalismus,
  • Johannesgasse, Benennungsdatum unbekannt, davor auch (St.) Johannesstraße, nach der dortigen Kirche Zum hl. Johannes dem Täufer des Johannesordens
  • Joseph-Schmidt-Platz, seit 1995, nach dem rumänischen Tenor Joseph Schmidt (1904–1942)
  • Juchgasse (E), seit 1919, davor Rudolfsgasse, davor Haltergasse (bis 1862), nach Ernst Juch (1838–1909), einem Wiener Zeichner, Maler, Karikaturist und Illustrator

K /nach oben

Kaisergartengasse (Einbahn)
Seit 1897, erinnert an den kaiserlichen Obst- und Lustgarten, der 1840 bis 1845 aufgelöst und verbaut wurde – davor Hühnergasse oder Hahnlgasse,


Kappgasse (T), seit 1975, nach Ing. Gisbert Kapp (1852–1922), einem Ingenieur für Maschinenbau (Verdienste um Dynamos und Transformatoren) und Professor der Elektrotechnik


Kärchergasse (E), seit 1897, nach Karl Kärcher (1820–1874), er stiftete sein Haus den armen Geschäftsleuten des Ortes


Kardinal-Nagl-Platz
Seit 1914, davor Thomasplatz, davor Thomas- und Schulgasse (bis 1898), benannt nach dem auf der Landstraße geborenen Kardinal Dr. Franz Nagl (1855-1913), Fürstenbischof von Wien (1911-1913).


Karl-Borromäus-Platz
Seit 1908, davor Gemeindeplatz, zu Ehren dem Heiligen Karl Borromäus (1538–1584)

 

 

 

 


Karl-Farkas-Gasse
(X), seit 2002, nach Karl Farkas (1892–1971), einem bekannten österreichischen Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und Drehbuchautor

 

 

 

 


Kegelgasse (Einbahn)
Seit 1862, davor Brunn-, Koller-, Zoll- und Gestettengasse, nach dem dortigen Hausschild „Zum goldenen Kegel“


Keilgasse
Seit 1909, benannt nach ihrem einst keilförmigen Verlauf. Früher war diese Gasse Teil der Hohlweggasse.


Keinergasse Einbahn)
S
eit 1832, davor Michaelergasse (um 1797), 1862 erweitert (Einbezug der Feldgasse), benannt nach Bernhard Keiner (1726–1785), Gärtner und Grundbesitzer in diesem Gebiet


j.w._klein_0Kleingasse
Benannt nach nach Johann Wilhelm Klein (1765-1848), Jurist und Pädagoge. Er setzte sich für die Blinden ein und gründete die erste öffentliche Blindenanstalt, die sich einst auf der Landstraßer Hauptstraße Nr. 19 (oder auch Nr. 34) befand.

 


Klimschgasse
Benannt (spätestens 30er Jahre des 19. Jahrhunderts) nach dem Fähnrich Johann Klimsch (1781-1826). Er gab den Grund für diese Gasse frei.
Die Klimschgasse wurde nach 1823 zwischen Eslarn- und Hafengasse angelegt und 1909 zur Oberzellergasse durchgebrochen beziehungsweise zur Stanislausgasse verlängert. Gemischte Verbauung aus dem 19. Jahrhundert und aus den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts (städtische Wohnhausbauten).


Kölblgasse
Benannt nach Ignaz Kölbl (1789-1850), Fleischhauer und Grundbesitzer. Es gab den Grund für diese Gasse frei.


Kollergasse
Benannt nach Michael Koller (1802-1892), Realitätenbesitzer, der 1843 den Grund für die Anlage der Straße freigab.


Kolonitzgasse, Kolonitzplatz
Benannt nach Leopold Graf Kollonitsch (diese schreibweise!) (1631-1707), Bischof von Wiener Neustadt. Er zeichnete sich vor allem während der Pestzeit und der zweiten Türkenbelagerung als Wohltäter aus. Die platzbeherrschende 75 Meter hohe St.-Othmar-Kirche würde 1866-1873 erbaut.


Krieglergasse
Benannt nach der seit 1693 alteingesessenen Gärtnerfamilie Kriegler. Schon 1333 soll ein Stephan Chriegler einen Weingarten in Erdberg gestiftet haben.


Kübeckgasse
Benannt nach Karl Friedrich Freiherr von Kübeck (1780-1855), Vorsitzender des Reichsrates. U.a. Verdienste um das Münz-, Eisenbahn- und Telegraphenwesen.


Khunn, Franz Ritter vonKhunngasse (Einbahn)
Seit 1892, nach Franz Ritter von Khunn (1802–1892), seinerzeit Gemeinderat und zuständig für die Armenfürsorge, auch mehrmals stv. Bürgermeister, spendete Teile seines Vermögens den Armen

  • Nummer 4, 5-9: vier- bis fünfgeschossige frühhistoristische Miethäuser.
  • Nummer 6-8: städtische Wohnhausanlage (49 Wohnungen), erbaut 1927/1928 von Josef Beer.
  • Nummer 20: städtisches Wohnhaus (19 Wohnungen), erbaut 1928/1929 von Rudolf Scherer.
  • Nummer 24: Josef-Illedits-Hof, städtische Wohnhausanlage (161 Wohnungen).

Kundmanngasse (Einbahn)
Seit 1919 benannt nach dem Wiener Bildhauer Karl Kundmann (1838-1919).  Er schuf neben der “Pallas Athene” vor dem Parlament u.a. auch das Brahms-, Schubert- und Tegetthoffdenkmal.

Die Kundmanngasse hieß zuvor Sophienbrückengasse, davor Blumengasse (um 1800),

 

 

  • Kelsenstraße (T), seit 1981, davor teils Marx-Meidlinger-Straße, nach dem Juristen Dr. Hans Kelsen (1881–1973), er war 1920 Mitgestalter der österreichischen Bundesverfassung, außerdem Begründer der Reinen Rechtslehre bzw. der darauf aufbauenden Wiener rechtstheoretischen Schule.
  • Kleingasse (E), seit 1862, davor Kleine Gasse, nach Dr. Johann Wilhelm Klein (1765–1848), jenem Jurist und Pädagogen, der war ehrenamtlich Armenbezirksdirektor, darüber hinaus gründete und leitete er einst die erste öffentliche Blindenanstalt auf der Landstraße Nr. 19
  • Kleistgasse (E), seit 1877, davor Tegetthoffgasse, nach dem Dichter Heinrich von Kleist (1777–1811)
  • Klimschgasse (E), seit 1862, davor teilweise Hafengasse, nach Johann Klimsch (1781–1826), er ermöglichte die Gassenerrichtung durch Abgabe seines Grundes
  • Klopsteinplatz (E), seit 1910, nach Anton Klopstein Freiherr von Ennsbruck (1763–1824), einem Oberst in den napoleonischen Kriegen, besondere Verdienste 1809 in der Schlacht bei Aspern
  • Kölblgasse (E), Benennungsdatum unbekannt, nach dem Fleischhauer Ignaz Kölbl (1789–1850), er ermöglichte die Gassenerrichtung durch Abgabe seines Grundes
  • Kollergasse (E), seit ca. 1860, nach Michael Koller (1802–1892), einem Realitätenbesitzer, er gab um 1860 den Grund zur Eröffnung der Straße frei
  • Kolonitzgasse (E), seit 1862, davor Seilergasse, nach Leopold Graf Kollonitsch [sic!] (1631–1707), Bischof von Wiener Neustadt, Erzbischof von Gran und Primas von Ungarn, er gründete wichtige Einrichtungen (Kirchen, Spitäler, Schulen, Armenhäuser) und engagierte sich persönlich während der Pestepidemie (1679) und der zweiten Türkenbelagerung (1683)
  • Kolonitzplatz (E), seit 1873, siehe Kolonitzgasse
  • Krieglergasse (E), seit 1855, nach der seinerzeit mindestens seit 1693 ortsansässigen Gärtnerfamilie Kriegler
  • Krummgasse (E), seit 1862, davor Krongasse, nach dem seinerzeit gekrümmten Verlauf dieser Gasse
  • Kübeckgasse (E), seit 1876, nach Karl Friedrich Freiherr von Kübeck (1780–1855), seinerzeit Reichsratsvorsitzender und verantwortlich für den Aufbau des Eisenbahnnetzes, Münz-, Telegraphen- und Bergwesens

L /nach oben

Lagergasse

Benannt nach Ziegelbrennereibesitzer Josef Lager, der in dieser Gasse um 1860 das erste Haus erbaute.


Landstraßer Hauptstraße

Die Ansiedlung “An der Landstraße” bestand schon im 12. Jahrhundert. Die Landstraße war eine wichtige Ausfallstraße aus Wien Richtung Ungarn.


Leonhardgasse

Benannt nach einem ehemaligen Hausschild “Zum hl. Leonhard” auf Nummer 24. Der hl. Leonhard ist der Patron der Pferde.


Linke Bahngasse
Diese Straße liegt links an der auswärts führenden und 1857 erbauten Verbinungsbahn.


Lissagasse
Benannt zur Erinnerung an den Sieg Admiral Tegetthoffs am 20. Juli 1866 über die italienische Flotte bei der Insel Lissa.


Lisztstrasse
Benannt nach Franz von Liszt (1811-1886), Komponist und Klaviervirtuose.


Löwengasse
Benannt nach einem ehemaligen – schon 1765 bestehenden – Hausschild “Zum goldenen Löwen” auf Nummer 29.


Ludwig-Koeßler-Platz
Benannt nach Dr. Ludwig Koeßler (1861-1927). Er war Mitbegründer der Urania, die ihm ihre kulturelle Bedeutung für die Volksbildung verdankt.

  • Lagergasse (E), seit ca. 1860, nach Ziegelbrennereibesitzer Josef Lager (1790–1867), um 1860 Errichter des ersten Hauses der Gasse
  • Landstraßer Gürtel (E), seit 1873, zu Ehren des alten Vorstadtnamens, die Straße wurde anstelle des dortigen Linienwalls angelegt
  • Landstraßer Hauptstraße, davor Obere und Untere Landstraße, davor Paulusgrund-Hauptstraße mit Kirchenplatz (bis 1862), nach dem ehemaligen Vorstadtnamen Landstraße, der bis ins 13. Jahrhundert zurückgeht. Die Landstraße war eine bedeutende Ausfallstraße von Wien Richtung Ungarn.
  • Leberstraße (E), seit 1907, davor Über dem Kanal (seit 1872), Leber ist eine veraltete Bezeichnung für eine künstlich aufgeschüttete Erhebung zur Grenzmarkierung oder als Grabhügel
  • Lechnerstraße (E), seit 1905, davor Haltergasse, nach Georg Lechner (1854–1900), einem Postbeamten, der 160 000 Kronen den Armen überließ
  • Leo-Perutz-Straße, seit 2008, Leo Perutz (1882-1957), Schriftsteller
  • Leonhardgasse, seit 1862, davor Leonhardigasse, nach dem alten Hausschild „Zum hl. Leonhard“ auf Nr. 24. Der heilige Leonhard gilt als Schutzpatron der Pferde.
  • Lilienthalgasse (evtl. T lt. Online-Plan, lt. Satellit+Handplan weitergehend, nicht prüfbar), seit 1933, nach Otto Lilienthal (1848–1896),Pionier in der Gleitflugtechnik
  • Linke Bahngasse (E), seit 1857, davor Am Kanal, diese Gasse liegt links neben der heutigen Wiener S-Bahn-Linie S1. Die Bahnstrecke wurde ursprünglich 1857 als Verbindung zwischen Nord- und Südbahn gebaut.
  • Lissagasse (E), Benennungsdatum unbekannt, in Erinnerung an die Seeschlacht von Lissa (1866), die Admiral Wilhelm von Tegetthoff gewann
  • Lisztgasse (E), seit 1913, davor Daffingergasse, nach dem Komponisten und Pianisten Franz Liszt (1811–1886)
  • Litfaßstraße, seit 1983, nach Ernst Litfaß (1816–1874), einem Drucker und 1855 Erfinder der gleichnamigen Litfaßsäulen .
  • Ljuba-Welitsch-Straße, seit 2008, Ljuba Welitsch (1913-1996), Opernsängerin
  • Lorbeergasse (E), seit 1862, nach den Lorbeeren, diese sind altgriechische Symbole für den Sieg im Krieg und Sport
  • Lothringerstraße (E), seit 1904, in Erinnerung an das Adelsgeschlecht Lothringen, durch die Heirat von Franz Stephan von Lothringen mit Maria Theresia entstand 1736 das Haus Habsburg-Lothringen
  • Lotte-Lang-Platz, seit 2008, Lotte Lang (1900-1985), Schauspielerin
  • Löwengasse, seit 1862, davor teilweise Kirchengasse, nach dem dortigen Hausschild „Zum goldenen Löwen“ auf Nr. 29, bestehend seit mindestens 1765
  • Löwenherzgasse (E), seit 1874, nach dem englischen König Richard Löwenherz, in Erinnerung an seine Gefangennahme in Ertpurch (Erdberg)
  • Ludwig-Koeßler-Platz, seit 1928, zwischenzeitlich Langemarckplatz (1938–1945), nach Dr. Ludwig Koeßler (1861–1927), seinerzeit Mitbegründer der Wiener Urania
  • Lustgasse, seit 1904, in Erinnerung an den örtlichen kaiserlichen Lustgarten, der das Palais des Grafen Harrach umgab. Jener wurde 1845 aufgelöst und verbaut.

M /nach oben

Marilaungasse
Benannt nach Dr. Anton Kerner v. Marilaun (1831-1898), Pflanzenforscher und Direktor des Botanischen Gartens.


Marokkanergasse
Benannt nach einem Besuch einer Marokkanischen Abordnung, die 1782 nach Wien kam, um Freundschafts- und Handelsverträge abzuschliessen.


Marxergasse
Benannt nach Anton Marxer (1703-1775), Bischof von Wien.


Modecenterstraße
Verweist auf das Textilzentrum, das 1977/1978 statt des früheren Auslandsschlachthofes errichtet wurde.


Mohsgasse
Benannt nach Friedrich Mohs (1773-1839), Universitätsprofessor der Gesteinsforschung. Er entwickelte die Härteskala.

  • Magazingasse (E), seit 1831, nach dem einst dort gelegenen Lebensmittelmagazin des Militärs (1750–1889)
  • Maiselgasse (T), seit 1995, nach Karl Maisel (1890–1982), seinerzeit ÖGB-Vizepräsident (Sozialdemokratische Gewerkschaft), Sozialminister (1945–1956), und Präsident der Wiener Arbeiterkammer
  • Maria-Eis-Gasse (X), seit 1960, nach Maria Eis (1896–1954), einer Theater- und Filmschauspielerin
  • Maria-Jacobi-Gasse, seit 2002, nach Maria Jacobi (1910–1976), ihrerzeit Gemeinderätin (1945–1975), Stadträtin für Wohlfahrtswesen (1959–1973), u.a. Verdienste um soziale Einrichtungen wie Pensionistenklubs und Pensionistenheime.
  • Maria-Schell-Straße, seit 2008, Maria Schell (1926-2005), Schauspielerin
  • Marianne-Hainisch-Gasse, seit 2002, nach Marianne Hainisch (1839–1936), Gründerin des Bundes österreichischer Frauenvereine (einer Frauenbewegung) und Kämpferin für die Frauenrechte (Frauenwahlrecht, Muttertag), außerdem Mutter von Dr. Michael Hainisch, seinerzeit Bundespräsident (1920–1928).
  • Marilaungasse (T), seit 1900, nach Dr. Anton Kerner von Marilaun (1831–1898), Pflanzenforscher und seinerzeit Direktor des Botanischen Gartens
  • Markhofgasse (E), seit 1890, nach Adolf Ignaz Mautner Ritter von Markhof (1801–1889), seinerzeit Eigentümer des St. Marxer Brauhauses
  • Marokkanergasse (E), seit ca. 1790, in Erinnerung den Besuch der marokkanischen Abordnung zum Zwecke der Abschlusses von Freundschafts- und Handelsverträgen 1782, Namensgeberin der Marokkanerkaserne
  • Marxergasse (E), seit 1910, davor Kettenbrückengasse und Spitalgasse, nach Anton Marxer (1703–1775), Weihbischof von Wien (1749), er förderte das Landstraßer Waisenhaus
  • Matthäusgasse (E), Benennungsdatum unbekannt, nach Matthäus Mayer (1807–1878), dem ersten Bezirksvorsteher des Landstraße (1862–1876)
  • Mechelgasse (E), seit 1875, davor Magazingasse, nach dem Kupferstecher Christian von Mechel (1737–1817)
  • Messenhausergasse (E), seit 1872, davor bekannt als Mitterpointleiten, nach Cäsar Wenzel Messenhauser (1813–1848), Künstlername Wenzeslaus March, er verfasst u.a. das Freiheitsdrama Demosthenes, darüber hinaus war er führender Verteidiger in der Belagerung der Stadt Wien im Zuge des Revolutionsjahres 1848. Dabei wurde er standrechtlich erschossen.
  • Metternichgasse (E), seit 1871, nach Clemens Wenzel Lothar Fürst von Metternich (1773–1859), seinerzeit Staatskanzler, Leiter des Wiener Kongresses und verantwortlich für das damalige Polizeiregime
  • Modecenterstraße, seit 1979, beschreibt das Textilzentrum, welches 1977/78 anstelle des dortigen Auslandsschlachthofes errichtet wurde
  • Mohsgasse (E), Benennungsdatum unbekannt, nach Dr. Friedrich Mohs (1773–1839), Mineraloge und Kristallograph, Univ. Prof. der Gesteinsforschung, weiters Entwickler der Härteskala
  • Münzgasse (E), seit 1862, davor T, verweist auf das naheliegende Hauptmünzamt (erbaut 1835–1837), siehe Münze Österreich

N /nach oben

Neulinggasse
Benannt nach Vinzenz Neuling (1794-1876), Brauhaus- und Gastwirtschaftsbesitzer.


Nottendorfer Gasse
Benannt nach der ehemaligen, im 14. Jahrhundert vom Landesfürsten geförderten Ansiedlung flämischer Gärtner und Wollfärber. Das aus 13 Kleinhäusern bestehende Nottendorf (flämisch für “Dorf der Genossen”) fiel 1529 der Türkenbelagerung zum Opfer.

  • Neulinggasse (E), seit 1862, davor Grasgasse, ursprünglich Grasweg, zwischenzeitlich Schredtgasse (1938–1945), nach Vinzenz Neuling (1795–1846), alteingessener und beliebter Brauhaus- und Gastwirtschaftsbetreiber (Neuling’s Etablissement)
  • Nottendorfer Gasse, seit 1899, in Erinnerung an das dortige Nottendorf („Dorf der Genossen“), einem kleinen mittelalterlichen Ort der flämischen Weber und Färber. Das Dorf wurde 1529 von den Türken vernichtet.

O /nach oben

Obere Weissgerberstraße
Benannt zur Wahrung des alten Vorstadtnamens “Weissgerber”.


Obere Viaduktgasse
Benannt nach den vielen Viadukten entlang der Verbindungsbahn.


Ölzeltgasse
Benannt nach Anton von Oelzelt (so geschrieben!), Ritter von Newin (1817-1875), Hof- und Stadtbaumeister und Kunstsammler. Er erbaute hier die ersten Häuser.


Ottogasse
Seit 1862, die einzige Gasse im 3. Bezirk, deren Benennungsgrund leider nicht mehr feststellbar ist…

  • Obere Bahngasse (E), seit 1862, diese Gasse liegt neben der heutigen Wiener S-Bahn-Linie S1. Die Bahnstrecke wurde ursprünglich 1857 als Verbindung zwischen Nord- und Südbahn gebaut.
  • Obere Viaduktgasse (E), seit 1862, nach der dortigen auf Viadukten gebauten Verbindungsstrecke der Nord- und Südbahn, heute ein Teilstück der S-Bahn-Linie S1.
  • Obere Weißgerberstraße (E), seit 1878, davor Weißgerber (Haupt-)straße, in Erinnerung des alten Vorstadtnamens Weißgerber, heute eingemeindeter Teil des dritten Bezirks
  • Oberzellergasse, seit 1900, nach Anton Oberzeller (1816–1882), einem Hof- und Wagenschmied, seinerzeit stv. Bezirksvorsteher
  • Ölzeltgasse (E), seit 1875, nach Anton Oelzelt-Newin [sic!] (1817–1875), ein damaliger Hof- und Stadtbaumeister, der hier die ersten Häuser errichtete, weiters war er maßgeblich beteiligt am Bau einer Wasserleitung sowie eines Armenhauses in Mauer
  • Otto-Preminger-Straße, seit 2008, Otto Preminger (1905?-1986), Schauspieler, Film- und Theaterregisseur, Produzent
  • Ottogasse (E), seit 1862, der Grund der Namensgebung ist nicht mehr bekannt

P /nach oben

 


Paragonstraße

Diese Straße heißt erst seit 1979 so und wurde nach der einstigen Druckerei “Paragon” so benannt.

Paragonstraße, seit 1979, in Erinnerung an die einstige Druckerei Paragon, vgl. Paragone


Paracelsusgasse (E), 1907 nach dem Arzt Theophrastus Bombastus von Hohenheim (Pseudonym Paracelsus) benannt, der Naturforscher und Wegbereiter der europäischen Heilkunde war und außerdem religionsphilosophische und sozialpolitische Texte verfasste


Parkgasse
Zum Teil auf Gründen des 1802 bis 1805 errichteten Rasumofskyparks, später Eigentum des Fürsten Liechtenstein. Vorher befanden sich hier Krautgärten.

Parkgasse (E), seit 1876, davor Badgasse, zurückzuführen auf den ehemaligen Park des ehemaligen Palais Rasumofsky, auf dem die Gasse teilweise errichtet wurde.


 Paulusgasse, Paulusplatz

Benannt nach dem Apostel Paulus, einem Schutzheiligen der Erdberger Pfarrkirche “Petrus und Paulus”. Schon 1330 wurde ein Teil von Erdberg mit “Paulusgrund”, nach dem Schutzheiligen der damaligen – 1234 urkundlich erwähnten – Kapelle, bezeichnet.

Paulusgasse (E), seit 1797, nach dem Apostel Paulus benannt, er ist ebenso wie Petrus Schutzheiliger der Erdberger Pfarrkirche

Paulusplatz, seit 1862, davor Paulusgrund, Benennungsgrund siehe Paulusgasse


Petrusgasse
Benannt nach dem Apostel Petrus, einem Schutzheiligen der Erdberger Pfarrkirche “Petrus und Paulus”.

Petrusgasse, nach dem Apostel Petrus benannt, er ist ebenso wie Paulus Schutzheiliger der Erdberger Pfarrkirche


Pettenkofengasse (Einbahn)
seit 1899. benannt nach dem Kunstmaler August von Pettenkofen .

 

 

 

Der Künstler August von Pettenkofen (1821–1889) malte Zigeuner- und Puszta-Motive

 

 


Pfarrhofgasse

Pfarrhofgasse (1967)
Pfarrhofgasse (1967)

(E, unterbrochen), seit 1862, davor Pfarrgasse, nach dem ehemals hier gelegenen Pfarrhof der Rochuskirche (siehe Rochusviertel)

Am 13. April 1948 (Gemeinderatsausschuss für Kultur) wurde ein Teil der Pfarrhofgasse in den Ziehrerplatz einbezogen.


Pfefferhofgasse

(E), seit ca. 1860, nach dem dortigen Pfefferhof, einem Hof mit Gastwirtschaft und Gastgarten.

  • Nummer 5: ehemaliger Teil des Areals des Pfefferhofs.

cropped-Banner-oben07.jpgPlatz der Opfer der Deportation
Erst seit 1994 so benannt, zur Erinnerung an die vom Aspangbahnhof deportierten Opfer des Nazi-Regimes.


Posthorngasse

(E), seit 1862, davor Adlergasse, nach einem ehemaligen dortigen Gasthaus Zum Posthörndl, nachweisbar bis mindestens 1776

Das Gasthaus “Zum goldenen Posthorn” in der Posthorngasse 6,  wurde bereits 1776 erwähnt. Es handelte sich um ein Schild eines Gasthauses in der Vorstadt Landstraße (damals Adlergasse), in dem die Postknechte aus der benachbarten Ungargasse einzukehren pflegten. Ende des 18. Jahrhunderts war Karl Kargl Gastwirt und Hausbesitzer. 1804 wurde das Haus durch Baumeister Josef Dallberg senior umgebaut; 1900 abgebrochen.

Der ehemals biedermeierlicher Charakter ging durch hohe späthistoristische Miethäuser verloren


Praetoriusgasse

(E), seit 1892, nach Arzt Dr. Christian Ludwig Praetorius (1834–1890), er war Gemeinderat von Erdberg, überdies vermachte er seine medizinische Bibliothek dem Rudolfspital

  • Nummer 1-3 (Rennweg 16, Magazingasse 2-4): Zentralgebäude der Österreichischen Staatsdruckerei, erbaut 1886-1892 nach Plänen von Carl Köchlin und Johann Radinger.
  • Nummer 2 (Rennweg 14): Botanisches Institut der Universität Wien; palaisartiges Direktionsgebäude, erbaut 1904 nach Plänen von Artur Falkenau (Baumeister Franz Bock).

Prinz-Eugen-Straße

Benannt nach Prinz Eugen von Savoyen (1663-1736), der “edle Ritter”. Er war hervorragender Feldherr in Österreich und erfolgreich gegen die Türken. Er ließ unter anderem das Schloss Belvedere erbauen.

10380839_254237588104616_1393148976715304266_oPrinz-Eugen-Straße, seit 1911, davor Heugasse, nach dem Feldherr Prinz Eugen von Savoyen, der u. a. gegen die Türken kämpfte und das Schloss Belvedere erbauen ließ

 

R /nach oben

Radetzyplatz

Benennung 1876. Benannt nach Josef Wenzel Graf Radetzky von Radetz (1766-1858), Feldmarschall und Ehrenbürger von Wien.

  •  Nr. 2: Wohnhaus von Jaromir Mundy (Arzt);
  •  Nr. 3: ehem. Weißgerber Margarethenkirchlein;
  •  Nr. 4: Wohnhaus von Angelo Soliman;
  •  Nr. 5: ehem. Hotel Hungaria, später Wohnhaus u. BANK-AUSTRIA-Filiale, heute SPAR-Filiale

 

Hotel Hungaria
Radetzkyplatz 2012
Angelo Soliman

 

 

 

 

 

 


Radetzkystraße

Benannt nach Josef Wenzel Graf Radetzky von Radetz (1766-1858), Feldmarschall und Ehrenbürger von Wien.

  • Nr. 1: Rettungsstation der Wiener Freiwilligen Rettungsgesellschaft seit 18. Juni 1897 Büste Jaromir Mundy an der Fassade, Statue Hans-Josef Wilczek im Hof; Geburtshaus Hugo Breitner (PolitikerIn);
  •  Nr. 2: Bundesamtsgebäude erbaut 1980 bis 1986 von Peter Czernin (Torso in der Eingangshalle von Gero Schwanberg, 6 Skulpturen von Anton Hanak vor dem Gebäude);
  • Nr. 2A: Bundesrealgymnasium;
  •  Nr. 3: Wohnhaus von Elias Canetti (Schriftsteller);
  •  Nr. 6: Gedenktafel: Geburtshaus Anton Wildgans (siehe “Wildganshof”, Wildgansplatz D);
  •  Nr. 11: Lotte Lang (SchauspielerIn);
  •  Nr. 17: ehem. Radetzky Kino, Wohnhaus von Rudolf Gerl (ArchitektIn);
  •  Nr. 27: Wohnhaus von Eberhard Würzl (WissenschafterIn), J (Örtlichkeiten von ehem. jüdischen Institutionen: Bethaus bis 1938);
  •  Nr. 31: J (Örtlichkeiten von ehem. jüdischen Institutionen: Turnverein „Hasmonäa Makkabi“)

 


Rechte Bahngasse

Diese Straße liegt rechts an der auswärts führenden und 1857 erbauten Verbinungsbahn.


Reisnerstraße
Benannt nach Heinrich Reisner (1791-1855), erzherzöglicher Kammerdiener, Erbauer von Zinshäusern (auf öden Gründen, wo sich Erdhaufen zur Salpetergewinnung befanden).


Rennweg
Stammt von der Bezeichnung “Rainweg”, also von einem Weg, der längs einer Acker- oder Grundgrenze verläuft. Der Name stammt vermutlich nicht – wie auch oft behauptet – von den dort stattgefundenen sportlichen Veranstaltungen (sog. “Scharlachrennen”).


Robert-Hochner-Park
seit 2009; zwischen Helmut-Qualtinger-Gasse / Marianne-Hainisch-Gasse / Karl-Farkas-Gasse; nach Robert Hochner (30. August 1945 bis 12. Juni 2001); Journalist


Rochusgasse
Benannt nach einem der beiden Kirchenpatronen der Pfarrkirche St. Rochus und St. Sebastian. Der heilige Rochus ist der Schutzheilige gegen Seuchen.


Rüdengasse
Benannt nach dem von den Babenbergern hier errichteten Rüdenhof, einer großen Meierei mit Stallungen, zur Unterbringung und Abrichtung der zahlreichen Jagdhunde.


Rubin-Bittmann-Promenade
Die Verkehrsfläche Bittmannpromenade, wurde 2010 in Ergänzung mit dem zweiten Familiennamen Rubin in “Rubin-Bittmann-Promenade” umbenannt.


Rundweg
Verläuft auf einem zugeschütteten, gebogenen Donauarm, der das Erdberger Mais umflossen hat.

 
  • Rasumofskygasse (Einbahn), seit 1862, davor Badgasse, Kettenbrückengasse, Rauchfangkehrergasse, nach Andreas Rasumofsky (1752–1836), seinerzeit russischer Gesandter in Wien, er veranlasste den Bau des dortigen Palais Rasumofsky (bis vor kurzem Heimat der Geologischen Bundesanstalt, 2003 an private Investoren verkauft) sowie den Bau der heutigen Rotundenbrücke.
  • Rechte Bahngasse (E), seit 1862, davor Am Kanal, diese Gasse liegt rechts neben der heutigen Wiener S-Bahn-Linie S1. Die Bahnstrecke wurde ursprünglich 1857 als Verbindung zwischen Nord- und Südbahn gebaut.
  • Reisnerstraße (E), seit 1862, davor Untere bzw. Obere Reisnerstraße, nach Heinrich Reisner (1791–1855), einem Bankier bzw. Hofkammerdiener, er und seine Frau Therese ließen in diesem Gebiet die ersten Zinshäuser errichten
  • Reitschulsteg, (X), Benennungsdatum unbekannt, nach der 1735 erbauten Winterreitschule in der Hofburg
  • Rennweg, Benennungsdatum unbekannt, früher Rennweggasse, davor Laufsteig (um 1340), zurückzuführen entweder auf Rainweg (Roanweg, Weg zwischen den Feldern) oder auf dort abgehaltene Wettrennen
  • Riesgasse (E), seit 1906, nach dem Komponist Ferdinand Ries (1784–1838), einem Schüler von Beethoven, der auch eine Biografie über in schrieb
  • Rinnböckstraße (E), seit ca. 1864–1869, nach Josef Rinnböck (1860–1880), einem Hausbesitzer, Deichgräbermeister, und Gastwirt, der seinerzeit auch Gemeinderat des angrenzenden Simmerings war (1864–1867 und 1870–1880)
  • Rochusgasse (E), seit 1862, davor Sterngasse, nach dem Heiligen Rochus, dem Schutzheiligen gegen Seuchen und Namenspatron der dortigen Pfarrkirche Zum hl. Rochus und Sebastian
  • Rüdengasse (E), seit 1862, davor Große Rüdengasse, teilweise Rabengasse, nach dem einstigen Rüdenhof, einer großen Meierei mit Stallungen, diese wurde auch von Hofjägern genutzt, hier wurden deshalb etliche Jagdhunde (Rüden) gehalten und abgerichtet. Von 1928 bis 2003 befand sich hier der Wiener Jugendgerichtshof, bevor er auf Anweisung des Justizministers Dieter Böhmdorfer geschlossen wurde.
  • Rudolf-von-Alt-Platz (mit E), seit 1907, nach dem Landschaftsmaler Rudolf von Alt (1812–1905)

 

S /nach oben

Safargasse,

seit 2008, Peter Safar (1924-2003), Chirurg, Anästhesist


Salesianergasse
seit ca. 1862 (bis um 1850 Waaggasse), nach Kloster und Kirche Mariä Heimsuchung der Salesianerinnen (Orden des hl. Franz von Sales, 1716 nach Wien berufen); das Kloster wurde 1717 bis 1719, die Kirche 1730 erbaut


Schlachthausgasse
Benannt nach dem in St. Marx erbauten (1846-1848) städtischen Schlachthaus.


Schimmelgasse
seit 1862 (vorher: Sechsschimmelgasse), nach einem Gasthausschild “Zum Schimmel”


Schwarzenbergplatz
Benannt nach Feldmarschall Fürst Karl Philipp von Scharzenberg (1771-1820), Sieger in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813.


Sechskrügelgasse
Benannt nach dem ehemaligen Hausschild “Zu den sechs Krügeln” auf Nummer 2. Vor 1870 hiess die Gasse nur “Krügelgasse”.


Seidlgasse
Benannt nach Johann Gabriel Seidl (1804-1875), Archäologe und Dichter.


Stammgasse

Benannt in Anlehnung an die ehemals hier befindlichen fürstlichen Gartengründe.


Steingasse
Benannt nach Univ. Prof. Dr. Anton Stein (1759-1844), Philologe und Literaturwissenschafter.

Salesianergasse

(E), seit ca. 1862, davor Waaggasse (bis ca. 1850), nach dem dortigen Kloster mit Kirche namens Mariä Heimsuchung der Salesianerinnen. Diese katholische Ordensgemeinschaft wurde 1610 vom hl. Franz von Sales und der hl. Johanna Franziska von Chantal gegründet. 1716 wurde der Orden hierher berufen.

Salmgasse

(E), seit 1862, davor Gemeindegasse, nach dem Feldhauptmann Niklas Graf Salm (1459–1530), er war gewaltsamer Beendiger des Ennstaler Knappenaufstandes 1525 und später Stadtkommandant von Wien bei der ersten Türkenbelagerung.

Schimmelgasse

(E), seit 1862, davor Sechsschimmelgasse, in Erinnerung an das früher dort gewesene Gasthaus Zum Schimmel

  • Schlachthausgasse, seit 1862, davor Hohlwegstraße, nach dem dort 1846–1848 erbauten städtischen Schlachthof Sankt Marx.
  • Schlechtastraße (führt zu KGV), seit 1907, verlängert 2001, nach Franz Xaver von Schlechta von Wschehrd (1796–1875), einem Dichter, Finanzbeamten und später Diplomaten, dessen Spezialgebiet die Literatur und Kultur Persiens und der Türkei war
  • Schnirchgasse, seit 1888, nach Ing. Friedrich Schnirch (1791–1868), einem Pionier des Brückenbaus
  • Schrottgasse (E), seit 1910, nach Dr. Josef Schrott (1811–1888), einem Universitätsprofessor für Wirtschaftswissenschaft, er leistet Beiträge auf dem Gebiet der Buchhaltung
  • Schützengasse (E), seit 1869, davor Auf der Schutzen, zurückzuführen auf das einstige Wirtshaus mit Hausschild „Zum Schützen“
  • Schwalbengasse (E), seit 1862, nach den vielen Schwalben, die hier angeblich früher in den Höfen der Fuhrwerker nisteten
  • Schwarzenbergplatz, seit 1880, zwischenzeitlich teilweise Stalinplatz (1946–1956), nach dem Feldmarschall Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg (1771–1820), seinerzeit Anführer der siegenden alliierten Truppen bei der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 im napoleonischen Krieg. 1814 kam es unter seiner Führung zum Frankreich-Feldzug bis nach Paris.
  • Schweizer-Garten-Straße (E), seit 1958, benannt nach dem dortigen Schweizer Garten. Dieser Park erhielt seinen Namen im Gedenken an die Schweizer Unterstützung von Österreich im Ersten Weltkrieg
  • Sebastianplatz (mit E), seit 1905, nach dem heiligen Sebastian, neben dem hl. Rochus Schutzpatron der Landstraßer Pfarrkirche. Seit 1970 befindet sich hier die Evangelische Pauluskirche der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B.
  • Sechskrügelgasse (E), seit 1870, davor Krügelgasse, übernommen von einem ehemaligen Hausschild „Zu den sechs Krügeln“ auf Nr. 2
  • Seidlgasse (E), seit 1876, davor Obere Gärtnergasse, nach Johann Gabriel Seidl (1804–1875), einem Archäologen, Dichter und Erzähler
  • Seippgasse (T), seit 1959, nach dem Theater-Schriftsteller Christoph Ludwig Seipp (1747–1793), seinerzeit Direktor des ehemaligen Landstraßer Theaters
  • Siegelgasse, seit 1862, davor Spiegelgasse, in Erinnerung daran, dass der Stadt Wien 1461 erlaubt wurde, den Doppeladler im Siegel und Stadtwappen zu führen, nach dem die Stadt Kaiser Friedrich III. gegen seinen Bruder Herzog Albrecht VI. unterstützt hatte
  • Sparefrohgasse (E), seit 1965, zur Erinnerung daran, dass die ehemalige Zentralsparkasse Wien (heute: Bank Austria) das Sparefrohmännchen als Symbol für den Spargedanken bei Kindern schuf
  • St. Nikolaus-Platz, seit 1904, im Gedenken an das bis 1529 hier bestehende befestigte Zisterzienserinnen-Kloster St. Niklas, aus dem die Vorstadt Landstraße ursprünglich entstand
  • Stammgasse (E), seit 1865, nach den einst hier vorhandenen weitläufigen Gärten
  • Stanislausgasse (E), seit 1862, nach Dr. Stanislaus von Neymister (1806–1874), einem Hof- und Gerichtsadvokaten, der hier das erste Haus baute
  • Steingasse (E), Benennungsdatum unbekannt, nach Univ. Prof. Dr. Anton Stein (1759–1844), einem Philologen und Literaturwissenschaftler
  • Stelzhamergasse (E), seit 1907, nach Franz Stelzhamer (1802–1874), einem aus Oberösterreich kommenden Mundartdichter und Verfasser von Novellen sowie sozialkritischen Texten
  • Streichergasse (E), seit 1893, nach Johann Baptist Streicher (1795–1871), einem Klaviererzeuger und Gastgeber vieler Konzerte in der Ungargasse 27, außerdem Mitbegründer des niederösterreichischen Gewerbevereins
  • Strohgasse (E, unterbrochen), seit 1862, nach dem hier ehemals anzutreffenden Strohspeicher der Heumarktkaserne

 

T /nach oben

Thomas Klestil Platz
seit 2006; Town Town, zwischen Schnirchgasse und Erdbergstraße; Dr. Thomas Klestil (4. November 1932 bis 10. Juli 2004); Diplomat, Bundespräsident


Tongasse
Töpfer und Ziegelerzeuger hatten hier einst ihre Arbeitsstätten.


Traungasse
Benannt nach dem alten Grafengeschlecht Abensberg-Traun, das hier nach 1683 ein Palais samt Park erbauen liess.

  • Teddy-Kollek-Promenade, seit 2008, Teddy Kollek (1911-2007), Politiker, Bürgermeister von Jerusalem
  • Tongasse (E), seit 1862, davor Zieglergasse, der Name geht zurück auf die Töpfer und Tonwarenerzeuger, die hier ihre Niederlassungen hatten
  • Traungasse (E), Benennungsdatum unbekannt, nach dem Grafentum Abensberg-Traun, welches hier 1683 ein Palais samt Garten errichten ließ.
  • Trubelgasse (E), seit 1893, nach dem Holzhändler Ludwig Trubel (1832–1891), seinerzeit Gemeinderat der Vorstadt Erdberg. Trubels Enkel Otto (1885–1966) war Schöpfer vieler Landschaftsansichten von Erdberg.

U /nach oben

Ungargasse
1444 erstmals urkundliche erwähnt. Ungarische Kaufleute, die in früheren Zeiten mit vielspännigen Wagenkolonnen Lebensmittel der Stadt zuführten, übernachteten in hier bestandenen grossräumigen Einkehrgasthöfen.


Untere Viaduktgasse
Benannt nach den vielen Viadukten entlang der Verbindungsbahn.

V /nach oben


Victor Braun Platz

seit 2010; vor der Herz-Jesu-Kirche; nach Victor Braun; 5. Juni 1825 bis 18. Mai 1882; Priester, Ordensgründer


Viehmarktgasse
1797 wurde der Viehmarkt vom “Ochensgriess” (nahe Wien Mitte) nach St. Marx verlegt, allmählich vergrössert und 1904 in Hallen untergebracht.


W /nach oben

Wassergasse (Einbahn)
Seit 1862, davor D’Orsay-Gasse.
Diese Gasse führt direkt zum Donaukanal, benannt daher nach ihrer Ausrichtung zum Donaukanal („zum Wasser“)


Wällischgasse
Seit 1905, nach den einstigen wällischen Gärten (italienischen Gärten) dieser Gegend. Diese Weingärten wurden ursprünglich vom aus Verona vertriebenen Adelsgeschlecht della Scala angelegt und 1445 von Oria della Scala an die ortsansässigen beschuhten Augustiner-Eremiten verschenkt.


Wedlgasse (Einbahn)
Seit 1910, nach Dr. Karl Wedl (1815–1891), er war Anatom und Histologe und Univ. Prof. in Wien, sein Vermögen vererbte er der Akademie der Wissenschaften


Weinlechnergasse (Einbahn),
Seit 1910, nach Dr. Josef Weinlechner (1829–1906), ein Chirurg und Universitätsprofessor, er gilt als Pionier der pädiatrischen Chirurgie dieser Zeit und war Leiter der Chirurgie im St. Anna-Kinderspital


Weissgerberlände (Einbahn)
Seit 1862, in Erinnerung an die alte Vorstadt Weißgerber, die zusammen mit Landstraße und Erdberg zum 3. Bezirk zusammengelegt wurde. Damals war „Lände“ als Begriff für Ufergelände gebräuchlich.
Die 1529 hier angesiedelten Gerber und Lederer bildeten bis 1850 eine eigene Gemeinde, die “Weissgerbervorstadt”. Einst wurde dieser Straßenzug “Armensündergassl” genannt, denn es war für viele Todeskandidaten der letzte Weg zur “Gänseweide” (ungefähr zwischen Kegelgasse und Rotundenbrücke), wo sich eine Hinrichtungsstätte befand.


Werkstättenweg, seit 1884, damals Verbindungsweg zu den dortigen Werkstätten der ÖBB


Weyrgasse (Einbahn),
Seit 1919, davor Estegasse. Benannt nach dem Bildhauer Rudolf Weyr (1847–1914), er war Schöpfer vieler Skulpturen und Reliefs, u.a. das stammt das Brahmsdenkmal auf dem Karlsplatz von ihm


Wildgansplatz, seit 1932, nach dem Dichter Anton Wildgans (1881–1932)


Würtzlerstraße (Einbahn), seit 1897, davor Antonsgasse, nach dem Arzt Dr. Ladislaus von Würtzler (1847–1896), der die Armen der Gegend kostenlos versorgte


 

 

Z /nach oben
Zaunergasse (Einbahn),

Seit 1894, davor Michaelgasse, nach dem Bildhauer Franz Anton Zauner Edler von Felpatan (1746–1822), von ihm stammt u.a. das Reiterdenkmal Josephs II., für dessen Erstellung er mit lebenslanger Pension in den Adelsstand erhoben wurde.


Ziakplatz
Seit 1990 benannt nach Karl Ziak (1902–1987), einem Schriftsteller und Cheflektor der Büchergilde Gutenberg, der Heimatbücher über Wien verfasste. 2008 aufgelassen.


Ziehrerplatz
Seit 1933, davor Rochusplatz, nach dem Komponisten und Hofkapellmeister Carl Michael Ziehrer (1843–1922). Sein Sterbehaus stand einst in der Maria-Eis-Gasse 1 (heute Hauptpostamtsgebäude des 3. Bezirkes).

Zollgasse
Seit 1862, davor Kegelgasse, zurückzuführen auf das 1841–1847 erbaute Hauptzollamt.

Quelle: unter anderem die Schriften, Informationen und Sonderhefte des Bezirksmuseum Landstraße bzw. das Straßennamen-Lexikon.


Historische Straßennamen /nach oben
so hießen die Straßen und Gassen früher einmal:

  •  Adelgundegasse: siehe Grimmelshausengasse
  •  Adlergasse: siehe Posthorngasse
  •  Am Feld: siehe Gerlgasse
  •  Am Glacis: siehe Am Heumarkt bzw. Hintere Zollamtsstraße
  •  Am Kanal: siehe Aspangstraße bzw. Rechte Bahngasse und Linke Bahngasse
  •  An der Donau: siehe Dampfschiffstraße bzw. Erdberger Lände
  •  Antongasse: siehe Erdbergstraße
  •  Antonsgasse: siehe Würtzlerstraße
  •  Arenbergring: siehe Dannebergplatz
  •  Arsenalweg: siehe Grasbergergasse
  •  Auf der Schutzen: siehe Schützengasse
  •  Badgasse: siehe Hörnesgasse bzw. Parkgasse und Rasumofskygasse
  •  Berthagasse: siehe Gudrunstraße
  •  Blumengasse: siehe Kundmanngasse
  •  Bockgasse: siehe Beatrixgasse bzw. Gärtnergasse
  •  Brunngasse: siehe Kegelgasse
  •  Croatengasse: siehe Gudrunstraße
  •  D’Orsay-Gasse: siehe Wassergasse
  •  Daffingergasse: siehe Lisztgasse
  •  Donaustraße: siehe Dampfschiffstraße
  •  Dörfelgasse: siehe Fiakerplatz
  •  Erdberger Hauptstraße: siehe Erdbergstraße
  •  Estegasse: siehe Weyrgasse
  •  Geißelberger Weg: siehe Gudrunstraße
  •  Gemeindegasse: siehe Salmgasse
  •  Gemeindeplatz: siehe Karl-Borromäus-Platz
  •  Gerlgasse: siehe Hohlweggasse
  •  Gestettengasse: siehe Kegelgasse
  •  Grasgasse: siehe Neulinggasse
  •  Grasweg: siehe Neulinggasse
  •  Große Rüdengasse: siehe Rüdengasse
  •  Hafengasse: siehe Klimschgasse
  •  Hahnlgasse: siehe Kaisergartengasse
  •  Haltergasse: siehe Juchgasse bzw. Lechnerstraße
  •  Herbstgasse: siehe Gänsbachergasse
  •  Heugasse: siehe Prinz-Eugen-Straße
  •  Heugries: siehe Am Heumarkt
  •  Hoernesgasse: siehe Geologengasse
  •  Hohlwegstraße: siehe Schlachthausgasse
  •  Hühnergasse: siehe Kaisergartengasse
  •  Hungargasse: siehe Ungargasse
  •  Im Gereit: siehe Am Heumarkt
  •  Kanalgasse: siehe Hafengasse
  •  Kegelgasse: siehe Zollgasse
  •  Kettenbrückengasse: siehe Marxergasse bzw. Rasumofskygasse
  •  Kirchengasse: siehe Apostelgasse bzw. Löwengasse
  •  Kleine Gasse: siehe Kleingasse
  •  Klischgasse: siehe Hafengasse
  •  Kollergasse: siehe Kegelgasse
  •  Krongasse: siehe Krummgasse
  •  Krügelgasse: siehe Sechskrügelgasse
  • Kugelgasse in Erdberg © IMAGNO/Öst. Volkshochschularchiv

    Kugelgasse: siehe Fiakerplatz

  •  Laufsteig: siehe Rennweg
  •  Leonhardigasse: siehe Leonhardgasse
  •  Luitpoldgasse: siehe Gottfried-Keller-Gasse
  •  Lustgasse: siehe Hainburger Straße
  •  Lustig-Prean-Gasse: siehe Jauresgasse
  •  Magazingasse: siehe Mechelgasse
  •  Marx-Meidlinger-Straße: siehe Grasbergergasse bzw. Kelsenstraße und Arsenalweg
  •  Michaelergasse: siehe Keinergasse
  •  Michaelgasse: siehe Zaunergasse
  •  Mitterweg: siehe Erdbergstraße
  •  Obere Gärtnergasse: siehe Seidlgasse
  • Obere Landstraße: siehe Landstraßer Hauptstraße
  •  Obere Reisnerstraße: siehe Reisnerstraße
  •  Paulusgrund: siehe Paulusplatz
  •  Paulusgrund-Hauptstraße: siehe Landstraßer Hauptstraße
  •  Paulushöhe: siehe Hainburger Straße
  •  Pfarrgasse: siehe Pfarrhofgasse
  •  Pfefferhofstraße: siehe Radetzkystraße
  •  Rabengasse: siehe Beatrixgasse bzw Arsenalweg
  •  Rauchfangkehrergasse: siehe Rasumofskygasse
  •  Rennweggasse: siehe Rennweg
  •  Richardgasse: siehe Jauresgasse
  •  Rochusplatz: siehe Ziehrerplatz
  •  Rudolfsgasse: siehe Juchgasse
  •  Schulgasse: siehe Kardinal-Nagl-Platz bzw. Eslarngasse
  •  Sechsschimmelgasse: siehe Schimmelgasse
  •  Seilergasse: siehe Kolonitzgasse
  •  Simmeringer Straße: siehe Gudrunstraße
  •  Sophienbrückengasse: siehe Kundmanngasse
  •  Spiegelgasse: siehe Siegelgasse
  •  Spitalgasse: siehe Marxergasse
  •  St. Johannesstraße: siehe Johannesgasse
  •  Stalinplatz: siehe Schwarzenbergplatz
  •  Sterngasse: siehe Rochusgasse
  •  Stuckgasse: siehe Ungargasse
  •  Tegetthoffgasse: siehe Kleistgasse
  •  Thomasgasse: siehe Kardinal-Nagl-Platz
  •  Thomasplatz: siehe Kardinal-Nagl-Platz
  •  Über dem Kanal: siehe Leberstraße
  •  Untere Landstraße: siehe Landstraßer Hauptstraße
  •  Untere Reisnerstraße: siehe Reisnerstraße
  •  Waaggasse: siehe Salesianergasse
  •  Wällischgasse: siehe Hainburger Straße
  • Weißgerber Hauptstraße: siehe Obere Weißgerberstraße
  •  Weißgerber Straße: siehe Obere Weißgerberstraße
  •  Zieglergasse: siehe Tongasse
  •  Zollgasse: siehe Kegelgasse

1938–1945 /nach oben

  • Adolf-Kirchl-Straße: siehe Baumannstraße
  •  General-Krauß-Platz: siehe Esteplatz
  •  Langemarckplatz: siehe Ludwig-Koeßler-Platz
  •  Max-Reger-Gasse: siehe Dapontegasse
  •  Richthofengasse: siehe Jauresgasse
  •  Schredtgasse: siehe Neulinggasse
  •  Uhdegasse: siehe Veithgasse

2 Gedanken zu „Strassennamen 1030“

  1. sehr geehrte damen und herren,
    ich darf um eine korrektur bitten und zwar:
    das gebäude am heumarkt 2b – ehemals als stadtgartenamt erbaut – wurde NICHT von otto wagner, sondern von 1907 von josef bittner geplant und errichtet; ergänzung: die angrenzende ehemalige stadtbahnstation – heute U4 ist von otto wagner, das angrenzende eingangsportal zum stadtpark von josef olbrich
    mein kompliment!
    mit bestem dank und gruss, ingrid i. gumpinger

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