Die Kaunitzburg

kaunitz-ONB_wrb_19110208-6Ein Artikel aus dem alten Erdberg, gefunden in „Wiener Bilder vom 8. Februar 1911.

 

 

Das Jagdschloß des Fürsten Kaunitz.

Demnächst wird das in der Erdbergstraße befindliche Haus Nr. 19 demoliert und ein modernes Zinshaus errichtet. Ueber das historische Haus wird berichtet, daß es Eigentum des bekannten Staatsmannes Fürsten Kaunitz war, der es als Jagdschloß verwendete. Dieses schmucke Haus stand einst im alten Erdberg nahezu allein und besaß zwei unterirdische Gänge, von welchen einer bis zum Prater und der zweite zur Pfarrkirche zu St. Rochus auf der Landstraße führt. In diesem, nach gotischen Stile erbauten Jagdschlösse hatte Fürst Kaunitz zahlreiche Persönlichkeiten eingeladen. Ja sogar Kaiserin Maria Theresia wohnte zahlreichen Jagden bei und hatte nach der Jagd in diesem Schlosse einige Nächte der Ruhe gepflegt. Im Erdberger Volksmunde wurde das Haus noch bis in die Siebzigerjahre allgemein das Jagdschloss der Kaiserin Marin Theresia oder „Kaunitzburg“ bezeichnet.

Die Kaunitzburg in Erdberg

Ehemalige 'Kaunitzburg': Rückfront. Knapp vor dem Abbruch 1912. Näher an der Mauer mit von Pilastern flankiertem Tor.
Die „Kaunitzburg“ in der Erdbergstraße 19 im Jahr 1912. Zu sehen ist die ehemalige Rückfront der „Kaunitzburg“, knapp vor dem Abbruch 1912. Näher an der Mauer mit von Pilastern flankiertem Tor. Foto von August Stauda, auf Glasplatte Datierung 1912 Quelle: http://www.bildarchivaustria.at/Pages/ImageDetail.aspx?p_iBildID=2899290

Vom Fürsten Kaunitz als Jagdschloß aufgelassen, wurde das zwei Stock hohe Haus in ein Klostergebände, und zu Beginn des vorigen Jahrhunderts in ein Privathaus umgewandelt

Quelle: ANNO

Was sagt Wikipedia über Wenzel Anton Graf Kaunitz-Rietberg?

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Wenzel Anton Graf Kaunitz-Rietberg

(* 2. Februar 1711 in Wien; † 27. Juni 1794 in Mariahilf, damals noch Vorort von Wien), seit 1764 Reichsfürst von Kaunitz-Rietberg in Westfalen, war österreichischer Staatsmann des aufgeklärten Absolutismus, Reichshofrat und Diplomat.

Als Berater und Mitarbeiter der Reformen Maria Theresias und Josephs II. und als Gründer des österreichischen Staatsrats war er die führende Stimme der Aufklärungspartei in der Habsburgermonarchie und Beförderer vieler innenpolitischer Reformen. Als Staatskanzler (1753–1792) war er für die Außenpolitik Österreichs zuständig und trug durch das Bündnis mit Frankreich im Vorfeld des Siebenjährigen Krieges zum Renversement des alliances bei. Unter Kaiserin Maria Theresia hatte er umfassende Vollmachten in der Außenpolitik. Sie wurden jedoch unter den Nachfolgern Josef II., Leopold II. und Franz II. immer mehr eingeschränkt.

Wie immer bei diesen Artikel aus alter Zeit haben wir die Schreibweise und Grammatik von damals beibehalten.

 

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