Erne Seder


Erne Seder (* 8. Jänner 1925 in Wien; † 16. Juni 2006 ebenda) war eine österreichische Schauspielerin und Autorin und die sprichwörtliche Menschwerdung der Frau Sokol. So etwas gelingt nur einer echten Erdbergerin.

Erne Seder war Tochter eines Artistenehepaares (lebte aber lange Zeit bei ihren Großeltern in Erdberg in der Gestettengasse), nahm schon früh Schauspielunterricht und bestand bereits mit sechzehn Jahren ihre Prüfung. Ein Jahr später bekam sie das erste Bühnenengagement in Kolberg und heiratete dort einen Gutsbesitzer.

Nach ihrer Flucht 1945 erhielt sie weitere Engagements in Österreich, schließlich wurde sie Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt, später spielte sie auch in Hamburg, Frankfurt und Stuttgart.

Die liebe Familie

Bekannt wurde sie als Frau Sokol in der ORF-Serie “Die liebe Familie” (von 1980 bis 1991), für die sie auch die Drehbücher schrieb. Schon mit elf Jahren verfaßte Erne Seder ihre ersten Gedichte, später folgten Erzählungen und Sketche für Kabarett und Funk. Weitaus unbekannt ist ihre Mitwirkung in der erfolgreichen zeitkritischen Hörfunksendung Der Watschenmann von 1967 bis 1975, wo sie z. B. – zusammen mit Gerda Falk, der Gattin von Regisseur Walter Davy – eines der „Hallelujah-Engerln“ verkörperte

 

Literatur

  • 1987 – Der Vollmond stand über Erdberg. Amalthea Verlag, Wien 2002, ISBN 978-3-85002-476-1
  • 2001 – Das andere Heimweh. Langen/Mueller Verlag, München 2001, ISBN 3-7844-2809-6
  • 2003 – Keine Katze wie Du und ich. Langen/Mueller Verlag, München 2003, ISBN 3-7844-2930-0

Filmografie

  • 1951 – Der alte Sünder
  • 1955 – Unruhige Nacht
  • 1969 – Der Kommissar (Folge: Das Ungeheuer)
  • 1979 – Kottan ermittelt (Folge: Nachttankstelle)
  • 1979 – Ein echter Wiener geht nicht unter
    (Folge: Keine Ruh’ hat man)

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