Maria Jacobi

Von der Sozialistischen Arbeiterjugend bis zum Pensionistenheim
maria_jacobiMaria Jacobi wurde am 12. März 1910 in Wien geboren. Nach dem Besuch der Volks- und Bürgerschule erlernte sie das Schneiderhandwerk, legte die Gesellenprüfung und in der Folge die Prüfung als Gewerbeschullehrerin ab. In den Jahren 1930 bis 1934 war Maria Jacobi als Leiterin von Jugendheimen tätig, übernahm im Jahre 1936 eine leitende Stellung in einem Wiener Verlag und stieg in diesem bis zur Prokuristin auf.[weiter]

Bereits in jungen Jahren kam Maria Jacobi mit der sozialistischen Bewegung in Berührung. 1929 wurde sie zur Ersten Obfrau der Sozialistischen Arbeiterjugend gewählt, bis die Februarereignisse 1934 ihrer legalen politischen Tätigkeit ein Ende setzten.

Sofort nach Ende des Zweiten Weltkrieges war Maria Jacobi wieder in führender Stellung in der SPÖ tätig. Die SPÖ-Landstraße entsandte sie im November 1945 in den Wiener Gemeinderat, dem sie bis 1975 angehörte. Sie war ab 1945 auch viele Jahre hindurch Vorsitzende des Bildungsausschusses der SPÖ-Landstraße.
Im Jahre 1959 wurde sie zum Amtsführenden Stadtrat für das Wohlfahrtswesen und damit zum Mitglied des Wiener Stadtsenates gewählt, dem sie bis 1973 angehörte. Maria Jacobi war die erste Frau, der die Funktion eines Amtsführenden Stadtrates der Bundeshauptstadt übertragen wurde. Von ihrem äußerst erfolgreichen Wirken zeugen zahlreiche, heute als mustergültig anerkannte Maßnahmen im Sozialwesen der Bundeshauptstadt, so geht z. B. die Errichtung von Pensionistenheimen auf ihre Initiative zurück.
Maria Jacobi starb am 8. Oktober 1976 in Wien. An sie erinnert das MariaJacobi-Pensionistenheim in der Würtzlerstraße.

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