Repair Café statt ein „Weh“ sein.

„Wann der ferseher spinnt, oder’s Häus’l stark rinnt, womöglich am Sonntag auf D’nacht“ so beginnt der Hit der Worried Men Skiffle Group. Damals brauchte man dafür ein sogenanntes „Weh“ – heute haben wir im Dritten dazu das Erste Wiener Repair Café.

Jeden Donnerstag von 14:00 -18:30 stehen verschiedene Fachleute zur Verfügung: Elektriker, Elektroniker, Tischler, sie helfen kostenlos bei allen möglichen Reparaturen. Zudem sind verschiedene Werkzeuge und Materialien vorhanden. Besucher des Repair Cafés bringen ihre kaputten oder funktionsuntüchtigen Gegenstände von Zuhause mit. Toaster, Lampen, Föhne, Kleidung, Fahrräder, Spielzeug, Geschirr… alles, was nicht mehr funktioniert, kaputt oder beschädigt ist, kann mitgebracht werden. Und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Reparatur gelingt! Die Fachleute im Repair Café wissen fast immer eine Lösung.

Weniger erwünscht sind alte Viderecorder, DVD Player, Drucker, Laptops, denn die sind teilweise echte Zeitfresser und in vielen Fällen ist die Reparaturquote sehr schlecht. Deshalb investiert das Repair-Café-Team bei diesen Geräten max. 30 Minuten zur Evaluierung (Reinigung) um Wartende mit anderen leichter zu reparierenden Teilen schneller helfen zu können.

Peter Erlebach ist der, der an jedem Donnerstag von 14 bis 19 Uhr das erste Repair Café im dritten Bezirk in der Löwengasse 42 organisiert . Und indem Peter Erlebach Werbung für‘s Reparieren macht, möchte er zur Reduzierung des Müllbergs beitragen. Das ist sehr notwendig, findet er, „in Österreich werfen wir unfassbar viel weg, auch Gegenstände, denen fast nichts fehlt und die nach einer einfachen Reparatur wieder ordentlich zu gebrauchen wären. Leider denken vielen Menschen gar nicht mehr ans reparieren, weil ein Neuprodukt oft auch billiger ist“. Mit dem Repair Café wollen wir das ändern. Wir wollen auch junge Menschen animieren, an die Umwelt zu denken, selbst etwas in die Hand zu nehmen und zeigen wie einfach es ist, etwas zu reparieren.“

Reparieren statt wegwerfen – und dabei vernetzen

Das Repair Café ist auch dazu gedacht, Menschen in der Nachbarschaft auf neue Art und Weise wieder mit einander in Kontakt zu bringen. Sodass sie entdecken, wie viel Wissen und praktische Fähigkeiten eigentlich vorhanden sind. Peter Erlebach: „Wenn man gemeinsam mit einem bis dahin unbekannten Nachbarn ein Fahrrad, einen CD-Spieler oder eine Hose repariert hat, sieht man diese Person doch mit anderen Augen, wenn man ihr das nächste Mal auf der Straße begegnet. Zusammen etwas reparieren, kann zu ganz tollen Kontakten in der Nachbarschaft führen.“

Peter Erlebach weist ebenfalls darauf hin, dass eine Reparatur auch Geld und kostbare Grundstoffe einspart und zudem zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beiträgt. „Aber wir wollen mit dem Repair Café vor allem zeigen, dass Reparieren Spaß macht und oft ganz einfach ist.“

Das Repair-Café-Team arbeitet freiwillig, ohne Bezahlung gegen Kaffee und Kuchen

Sie sagen selbst dazu: „Nicht immer haben wir  die Menge an Freizeit für das repaicafe über, die notwendig ist alle Reparaturen schnell zu erledigen.Manche von uns müssen Donnerstag nachmittag auch  mal was anderes machen.
Deswegen suchen wir immer Unterstützung, die in diese Freiwilligkeit mithelfen. Wir sind jetzt schon eine eingeschworen Gruppe im Alter von 30 – 80 Jahren und freuen uns schon auf deinen Besuch.
Komm einfach vorbei und sprich uns an, oder schick uns eine mail.“

Das Repair-Café findet Ihr auf Facebook: https://www.facebook.com/RepairCafe1030Wien/ und im www: http://repaircafe.wien/#

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