Stadtschulrat untersagt Betrieb von Saudi-Schule in 1030 Wien.

stadtschulratDie Schule stand bereits vor Wochen wegen dem Vorwurf, daß dort angeblich ein Geschichtsbuch verwendet wird, in dem Weltverschwörungstheorien und Judenhetze enthalten sein sollen. Nun untersagt der Wiener Stadtschulrat aus anderen Gründen der „Saudi School Vienna“ im Dritten die Weiterführung der Schule mit Ende des Schuljahres 2014/15.

Die Untersagung der Schulführung hat formale Gründe: Die Schule hat trotz Aufforderung nicht angezeigt, wer Direktor ist und welche Lehrer dort unterrichten. Der Betrieb dürfe aber bis zum Ende des Schuljahrs weitergeführt werden, da keine Gefahr im Verzug sei, so der Stadtschulrat. Eine sofortige Schließung ist nur bei einer Gefährdung der „Gesundheit oder Sittlichkeit der Schüler“ möglich. Die Schule hat vier Wochen Zeit, Rechtsmittel zu ergreifen.

Die „Saudi School Vienna“ ist keine konfessionelle Einrichtung, an der der österreichische Staat die Lehrerkosten übernimmt, sondern wurde vom Staat Saudi-Arabien gegründet. Es wird dort auf arabisch gelehrt, und es gilt auch nicht der österreichische, sondern im wesentlichen der saudiarabische Lehrplan. Allerdings muß die Schule zusätzlich mit dem Unterrichtsministerium vereinbarte Statuten einhalten, wie das etwa auch bei Montessorischulen der Fall ist. Sie verfügt noch über ein unbefristetes Öffentlichkeitsrecht: Die Schüler erhalten also gültige Zeugnisse und können ihre Schulpflicht absolvieren, ohne dafür jedes Jahr eine Externistenprüfung ablegen zu müssen.

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