Starker Tobak von „Junge Grüne Landstraße“

Junge Grüne Landstraße mit Banner vor dem Amtshaus Landstraße
Die Jungen Grünen Landstraße protestierten vor dem Amtshaus gegen die Angelobung Grebners. Bildrechte: Lukas Wurzinger

Die Jungen Grünen Landstraße forderten am Dienstag mit einer Fotoaktion das Verhindern der Angelobung von FPÖ-Klubobmann Grebner – Keine Angelobung von Rechtsextremen im Dritten.

Von den JG bekamen wir von 1030wien.at eine brisante Aussendung: Am Donnerstag, den 19. November 2015, werden im dritten Bezirk die Bezirksvertretung, und damit der Bezirksvorsteher und der Bezirksvorsteher-Stellvertreter angelobt. Dass der rechtsextreme Klubobmann der FPÖ Werner Grebner neuer Bezirksvorsteher-Stellvertreter wird, möchten die Jungen Grünen klar verhindern.

„Einen bekennenden Rechtsextremen für ein derart repräsentatives Amt anzugeloben gefährdet den ganzen Bezirk“, so Deborah Fasan, Sprecherin der Jungen Grünen Landstraße. „Grebner macht Politik auf dem Rücken der Schwächsten und fördert ein Klima des Runtertretens, das bei uns im Bezirk keinen Platz hat.“

Grebner, der auch als Stellvertreter von Strache fungiert, fiel in der Vergangenheit mit seiner Forderung nach „Ausländerrückführung“ auf, die sich inhaltlich an dem Programm der NSDAP und der neonazistischen NPD anlehnt, oder auch mit seiner Publikation beim extrem rechten Ares-Verlag. Erst 2012 rühmte er sich noch auf Facebook damit, schon vor Strache erkannt zu haben, dass die FPÖ die „neuen Juden“ seien.

Die Jungen Grünen Landstraße appellieren daher besonders an die SPÖ, sich auf ihre antifaschistischen Grundwerte zu besinnen und eine Angelobung von Grebner zu verhindern. Die Grünen Landstraße hätten bei der Bezirksvertretungswahl im Oktober genug Mandate erreicht, um gemeinsam mit der SPÖ regieren zu können, doch die SPÖ hat mit der FPÖ den gemütlicheren, und politisch umso gefährlicheren Weg eingeschlagen, so die Jungen Grünen Landstraße. „Der dritte Bezirk muss unbedingt ein weltoffener und menschlicher Bezirk bleiben!“, so Fasan abschließend.

Wir von 1030wien.at sehen das ein wenig entspannter, da wir aus gut informierten Kreisen gehört haben, dass der Bezirksvorsteher-Stellvertreter Werner Grebner im Gegensatz zu seiner Vorgängerin keinerlei politische Macht bekommen wird und ähnlich wie Johann Gudenus in der Gemeindepolitik eher entbehrlich sein wird.

One thought on “Starker Tobak von „Junge Grüne Landstraße“”

  1. Liebe Deborah,
    Kreisky hat ein Mal: “lernen Sie mal Geschichte…” In Anlehnung daran darf ich sagen: “lernen Sie mal Politik!”
    Zunächst einmal hat nichts und niemand – abgesehen von seiner eigenen Partei – die Möglichkeit, Herrn Grebner als Mandatar zu verhindern. Lt. Stadtverfassung bzw. Wahlordnung braucht der Kandidat nur die Hälfte der Stimmen seiner eigenen Partei, um als gewählt zu gelten!
    Weiters, wie schon von ki3 angesprochen, ist die Macht des BV-Stv. (noch dazu von einer anderen Fraktion als der stimmenstärksten) enden wollend. Sollte der BV verhindert sein, vertritt ihn zunächst mal der BV aus den eigenen Reihen.
    Weiters: wenn für die FPÖ – und ihre Ideologie (die auch nicht meine ist!) – kein Platz in der schönen Landstraße wäre, hätte sie wohl nicht bei den Wahlen den zweiten Platz errungen und die Grünen auf den dritten verwiesen.
    Seien Sie also bitte keine schlechte Verliererin und bleiben wir bei der politischen Realität – auch wenn die nicht immer schmeckt…

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