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Quelle:  wikipedia.org

Erdberg ist ein Stadtteil Wiens im 3. Wiener Gemeindebezirk Landstraße.

Erdberg zählt zu den ältesten Ansiedlungen im Raum Wien. Auf dem Gelände im Norden des Rochusmarktes, beim Grete-Jost-Park an der beginnenden Erdbergstraße sowie unterhalb des bis 2014 bestehenden Postgebäudes (wo die neue Zentrale der Österreichischen Post AG gebaut wird) wurden die ältesten römischen Funde im Wiener Stadtgebiet entdeckt. Es handelt sich um Funde aus der vor ihr liegenden spätkeltischen und der frührömischen Kultur (keltische Grubenhäuser, Brunnen, Öfen und Gruben aus der Mitte des ersten Jahrhunderts und römische Importgüter wie Amphoren aus dem Adriaraum, Feinkeramik und Schreibgeräte). Weitere Funde werden in die Jungsteinzeit datiert, andere in das 13. und 14. Jahrhundert (Erdställe), aus dem 18. Jahrhundert wurden an derselben Stelle die Grundmauern des Palais Mesmer dokumentiert.[1]

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem 12. Jahrhundert als Ertpurch. Der Name, später auch als Erpurch, Erdburg beziehungsweise Erdberg genannt, stammt von einem befestigten Ringwall, der wahrscheinlich im Frühmittelalter im Bereich der heutigen Erdbergstraße, Kardinal-Nagl-Platz, Hainburger Straße und Schlachthausgasse angelegt worden war. Die Herleitung des Namens von der Erdbeere, wie einen auch das Erdberger Wappen glauben lässt, ist hingegen falsch.

Eine erste wichtige Rolle spielte Erdberg 1192, als Richard Löwenherz hier nach dem dritten Kreuzzug gefangen genommen wurde. Für den späteren Charakter als reine Agrar- und Landwirtschaftssiedlung war der Zuzug niederdeutscher Gärtner maßgebend, die auf dem heutigen Erdberger Gebiet ein Dörfchen namens Nottendorf gründeten. Nottendorf wurde jedoch im Zuge der ersten Türkenbelagerung 1529 völlig zerstört und nicht mehr aufgebaut.

Über die Jahrhunderte blieb Erdberg ein landesfürstlicher Besitz. 1810 kam es schließlich an den Wiener Magistrat. 1850 wurde Erdberg gemeinsam mit den Vorstädten Weißgerber und Landstraße als Bezirk Landstraße zu Wien eingemeindet wurde.

Charakteristisch für das Dorf war der Gemüseanbau, der den Weinbau immer mehr verdrängte. Dabei spielte Erdberg auch eine wichtige Rolle zur Versorgung Wiens. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bewahrte Erdberg mit seinen etwa 5000 Einwohnern seinen Charakter und beherbergte nur vereinzelt Gewerbebetriebe und Fabriken, dies änderte sich erst im späteren 19. Jahrhundert. Wichtig für die Erdberger Wirtschaft im 19. Jahrhundert waren auch die hier ansässigen zahlreichen Fuhrwerker, zur Erinnerung daran wurde der in den 1950er-Jahren angelegte Fiakerplatz so benannt. 1991 wurde dort das 1937 von Josef Engelhart geschaffene Fiakerdenkmal aufgestellt.

Erdbergstraße Nr. 42, ein Artikel aus dem Jahr 1929.

Das Kleine Blatt vom 1. 6. 1929 von Seite 6.
Im eingestürzten Hause.

Erdbergstraße 44
Ein Bild von A. Blamauer, Erdbergstraße 46, 44 und 42

Nach dem Gewitterregen des letzten Mittwoch stürzte, wie bereits berichtet, ein Teil des Hauses Erdbergstraße 42 ein. Auch das nebenan gelegene Haus, Nummer 44, wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Erdbergstraße Nr. 42, ein Artikel aus dem Jahr 1929. weiterlesen

27. September 1583 – Hinrichtung auf der Gänsweyd

Erster Hexenprozeß in Wien – Elsa Plainacher

Gänsweyd
Symbolbild – Verbrennung auf der Gänsweyd

Auf Betreiben des Bischofs mit Unterstützung des Hofes wird sie auf dem Richtplatz „unter den Weißgerbern“ am Scheiterhaufen als Hexe verbrannt. Ihre 16-jährige Enkelin Anna Schiltenbaurin, ein psychisch krankes Mädchen, das mehrfache Exorzismen nicht heilen konnten, gab seiner Großmutter die Schuld an ihrem Leiden und löste den Prozess aus. Der Fall „Der Plainacherin-Prozess“ war in der Öffentlichkeit sehr beachtet und beschäftigte höchste Kreise.
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