Pfarrkirche Zum Hl. Johannes Don Bosco

Auch diese Kirche gehört, wie die vorher erwähnte, zu den jüngeren Gotteshäusern des Bezirks. Im Jahr 1902 übernahm die Gesellschaft der Salesianer Don Boscos das nach ihnen benannte Salesianum, ein Knabeninternat, mit einer den hl. Schutzengeln geweihten Kapelle. In den Jahren 1908/09 kam es zum Bau der Anstalt sowie der Hauskapelle. Im April 1920 besuchte der damalige Nuntius in Polen, Achilles Ratti, der spätere Papst Pius XI., die Anstalt. 1933 wurde die Kirche zur Pfarrkirche erhoben und gleichzeitig architektonisch neu gestaltet. In den Kriegsjahren wurde auch diese Stätte schwer beschädigt, und gleich nach Kriegsende begann man mit dem Wiederaufbau. Seit der Weihe der neuen Kirche (1958) ist die ehemalige Pfarrkirche, die den Bedürfnissen nicht mehr entsprach, wieder zur Kapelle geworden. Jetzt dient sie dem Knabeninternat Salesianum als Hauskapelle. Die neue Don Bosco-Pfarrkirche, die neben dem Salesianum auf dem Grund einer durch Bomben zerstörten Schule nach Plänen des Architekten Robert Kramreiter entstand, ist ein moderner, zeitgemäßer Bau. Bei den Außenwänden wurden erstmals Sichtbetonwände verwendet. Die 13 m hohe Kirchenhalle weist nur vier Pfeiler auf, sodass von allen Punkten zwei Drittel des Altarraumes zu sehen sind. Im Mittelpunkt des Raumes befindet sich der in klassischen Formen gehaltene Hochaltar aus gelblichem Travertin. Das Bemerkenswerteste an der Kirche sind aber ihre Fenster, die von den Künstlern Sziskovits, Bilger, Meistermann und Absolon entworfen und ausgeführt wurden. Die in einmaligen Farben gehaltenen Glasfenster zeigen liturgische Symbole und solche des Kirchenjahres.

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